(ha). Nachdem Ende Januar dieses Jahres im Stadtteil Lurup zwei Männer von mehreren zunächst Unbekannten durch Schüsse verletzt worden waren, hat die Polizei gestern einen 26-jährigen Tatverdächtigen verhaftet. Damals teilte die Polizei mit: In der Nacht von Samstag auf Sonntag Ende Januar betraten mutmaßlich vier teils maskierte Unbekannte die Räumlichkeiten eines Kulturvereins und gaben unvermittelt mehrere Schüsse auf dort anwesende Gäste ab. Hierdurch erlitten zwei Männer – ein 19-jähriger und ein 22-jähriger Deutscher – Schussverletzungen im Bereich der Beine. Anschließend flüchteten die Angreifer in einem grünen Audi A3 in Richtung Luruper Hauptstraße. Rettungskräfte versorgten die Männer und transportierten sie in ein Krankenhaus. Zu keiner Zeit bestand Lebensgefahr bei den Verletzten.
Umgehend eingeleitete Fahndungsmaßnahmen mit rund einem Dutzend Funkstreifenwagen führten zunächst zur vorläufigen Festnahme eines mutmaßlichen 26-jährigen Täters. Dieser wurde im weiteren Verlauf mangels Haftgründen entlassen. Die Gesuchten können wie folgt beschrieben werden:
Täter 1:
– etwa 25-30 Jahre – dunkler Drei-Tage-Bart – schlanke Statur – „südländisches“ Erscheinungsbild – dunkel gekleidet
Täter 2:
– etwa zwei Meter groß – maskiert – korpulente Statur – dunkel gekleidet – trug eine dunkle Schutzweste und führte eine Sporttasche mit sich
Täter 3:
– maskiert – dunkel gekleidet und trug eine dunkle Schutzweste
Täter 4:
– maskiert – dunkel gekleidet und trug eine dunkle Schutzweste
Im Rahmen der Ermittlungen geriet ein 26-jähriger deutscher Staatsangehöriger in den Fokus der Strafverfolgungsbehörden. Er steht im Verdacht, gemeinsam mit den noch unbekannten Tätern für die Schüsse verantwortlich zu sein. Daraufhin erwirkte die Staatsanwaltschaft Durchsuchungsbeschlüsse sowie einen Haftbefehl. Beamtinnen und Beamte der Mordkommission (LKA 41) durchsuchten in diesen Tagen unter anderem eine Wohnung im Stadtteil Altona, verhafteten den 26-Jährigen dort und führten ihn dem Untersuchungsgefängnis zu. Die gemeinsamen Ermittlungen der Mordkommission und der Staatsanwaltschaft, insbesondere auch zu weiteren Beteiligten, dauern an.