Fußball-Profi Boateng mit richtigem Durchblick

Fußball-Profi JĂ©rĂŽme Boateng (Abwehr Bayern MĂŒnchen) ist großer Brillen-Fan und stellte am 15. August 2017 seine neue Brillenkollektion vor. Foto: Röhe

(mr/ha). Er kĂ€mpft bereits seit vielen Jahren fĂŒr Titel, Tore und Triumphe: JĂ©rĂŽme Boateng. Doch seit mehr als zwei Jahren widmet sich der Abwehrspieler (Innenverteidigung bei Bayern MĂŒnchen) auch abseits des Rasens einer wichtigen Aufgabe: Gemeinsam mit der DKMS (setzt er sich fĂŒr den weltweiten Kampf gegen Blutkrebs ein. Ob als Botschafter fĂŒr das DKMS-Projekt Fußball-Helden, als Mutmacher in einer Onkologischen Tagesklinik, mit Aufrufen in sozialen Medien oder als Gastgeber fĂŒr eine Mannschaft der DKMS Fußball-Helden – JĂ©rĂŽme Boateng ist in seinem Engagement fĂŒr die DKMS unermĂŒdlich. Am 15. August kam der Fußball-Profi in den Inselpark nach Hamburg (Wilhelmsburg) und stellte dort seine neueste Brillenkollektion vor. Acht hochwertige Brillen sind im Rahmen seiner zweiten Kollektion entstanden, die in der „Edel-Optics-Arena“ vorgestellt wurden. Dort gab der 28-JĂ€hrige auch Details zu seinen Tattoos bekannt: so habe er sich die 17 auf seinen rechten Arm tĂ€towieren lassen, weil die 17  eine große Rolle in seinem Leben spiele. „Meine Mutter feiert am 17. Dezember ihren Geburtstag. Meine Triko-Nummer ist ebenfalls 17. Die 17 ist meine GlĂŒckszahl“, sagte Boateng im GesprĂ€ch mit Moderatorin Rabea Schif.

Übrigens: Beim Kauf eines bestimmten Modells fließen 10 Prozent des Kaufpreises an die DKMS gGMBH mit Hauptsitz in TĂŒbingen. Sie kĂ€mpft seit 1991 gegen Blutkrebs. „Wir Fußballer wissen, was Zusammenhalt bedeutet. Lasst uns gemeinsam den Blutkrebs besiegen! Macht mit und registriert Euch und Eure Mitspieler bei der DKMS und werdet so vielleicht zum Lebensretter“, fordert JĂ©rĂŽme Boateng auf. Leider findet noch immer allein in Deutschland jeder siebte Blutkrebspatient keinen passenden Spender. Mithilfe des DKMS-Dateienverbund (der weltgrĂ¶ĂŸte), in dem etwa sieben Millionen registrierte potentielle Spender zu finden sind, soll der Blutkrebs besiegt werden. Alle Infos zur DKMS finden Sie hier.


Drohnen ĂŒber den DĂ€chern Hamburgs: Was ist erlaubt, was verboten?

(ha). Nach SchĂ€tzung der Deutschen Flugsicherung (DFS) gibt es in Deutschland derzeit etwa 400.000 privat und gewerblich genutzte Drohnen; diese Zahl wird sich bis zum Ende des Jahrzehnts voraussichtlich verdreifachen. Die Weiterentwicklung der Drohnentechnologie fĂŒhrt dazu, dass die private und gewerbliche Nutzung von unbemannten LuftfahrtgerĂ€ten (UAS) auch kĂŒnftig exponentiell zunehmen wird. Der  Einsatz dieser LuftfahrtgerĂ€te bietet Chancen wie auch Risiken. Vor diesem Hintergrund hat sich der Bundesgesetzgeber (Bundesministerium fĂŒr Verkehr und digitale Infrastruktur; BMVI) dazu entschlossen, die luftrechtlichen Rahmenbedingungen zum Aufstieg von Drohnen zu novellieren. Die „Verordnung zur Regelung des Betriebs von unbemannten FluggerĂ€ten“ trat am 7. April 2017 in Kraft. Sie soll den Einsatz der Drohnen aus SicherheitsgrĂŒnden stĂ€rker als bisher reglementieren, ohne dabei jedoch sinnvolle gewerbliche oder wissenschaftliche Einsatzmöglichkeiten auszuschließen oder unangemessen zu erschweren. Der Einsatz von Flugmodellen und unbemannten Luftfahrtsystemen („Drohnen“) darf die Flugsicherheit und unbeteiligte Dritte nicht gefĂ€hrden. Deshalb ist beispielsweise in einem Bereich unter 1,5 Kilometern rund um FlugplĂ€tze der Betrieb von Flugmodellen und Drohnen ohne Erlaubnis der Luftfahrtbehörde nicht gestattet, wie die Behörde fĂŒr Wirtschaft, Verkehr und Innovation mitteilt. In sensiblen Gebieten ist ihr Betrieb sogar grundsĂ€tzlich verboten oder bestimmte Nutzungen sind  nicht erlaubt. Unbemannte FluggerĂ€te haben auf Grund ihrer vielfĂ€ltigen Einsatzmöglichkeiten stark an Bedeutung gewonnen – sowohl fĂŒr den gewerblichen wie auch fĂŒr den privaten Bereich. FĂŒr die deutsche Wirtschaft bietet die Technologie der unbemannten Luftfahrtsysteme viele Potentiale und Wachstumschancen. Zudem ist darauf hinzuweisen, dass der Verkauf kleinerer Systeme insbesondere fĂŒr den Freizeitbereich expandiert, da die in diesem Segment angebotenen Drohnen immer preiswerter angeboten werden und ohne nennenswerte Erfahrung oder spezielle FĂ€higkeiten genutzt werden können. Dabei erwĂ€chst gerade hier ein hohes GefĂ€hrdungspotential, insbesondere innerhalb stĂ€dtischer Ballungsgebiete. Bereits jetzt hĂ€ufen sich FĂ€lle, bei denen Drohnen der bemannten Luftfahrt gefĂ€hrlich nahe kommen. Im Weiteren kam es zu AbstĂŒrzen dieser FluggerĂ€te, deren Steuerer trotz installierter Sicherungssysteme die Kontrolle ĂŒber ihre FluggerĂ€te verloren hatten. Auch die Verletzung der PrivatsphĂ€re und der Regelungen des Datenschutzes durch Drohnen nehmen zu. Der Gesetzgeber musste darĂŒber hinaus auch den möglichen Einsatz dieser FluggerĂ€te fĂŒr kriminelle oder gar terroristische Zwecke bedenken. Vor dem Hintergrund einer hohen GefĂ€hrdungssituation durch die rasante Verbreitung und Nutzung von unbemannten FluggerĂ€ten war eine rechtliche Verankerung restriktiverer Rahmenbedingungen dringend geboten. Die am 7. April 2017 in Kraft getretene Verordnung ĂŒber den Betrieb von unbemannten FluggerĂ€ten („Drohnen- VO“) verfolgt das Ziel, den Einsatz von unbemannten LuftfahrtgerĂ€ten aus SicherheitsgrĂŒnden stĂ€rker als in der Vergangenheit zu reglementieren, ohne jedoch ihre möglichen sinnvollen gewerblichen Einsatzmöglichkeiten dabei auszuschließen beziehungsweise unangemessen zu erschweren.

Die Behörde fĂŒr Wirtschaft, Verkehr und Innovation gibt einige Beispiele dafĂŒr, was erlaubt ist:

  • Der Betrieb von Flugmodellen und UAS in geschlossenen RĂ€umen, Hallen oder SĂ€len unterliegt nicht den Vorschriften des Luftverkehrsrechts.
  • Drohnen brauchen keine Erlaubnis, wenn sie ausschließlich ĂŒber einen Elektroantrieb (unabhĂ€ngig von der Anzahl der Antriebe) verfĂŒgen,
  • nur am Tag und in Sichtweite betrieben werden,
  • in einer Entfernung von mehr als 1,5 Kilometern zu der Begrenzung von FlugplĂ€tzen (das heißt: FlughĂ€fen, Verkehrs- und SonderlandeplĂ€tzen, nach § 6 LuftVG genehmigten HubschrauberflugplĂ€tzen an KrankenhĂ€usern sowie SegelfluggelĂ€nden) betrieben werden.

Die Behörde fĂŒr Wirtschaft, Verkehr und Innovation gibt einige Beispiele dafĂŒr, was verboten ist:

  • Außerhalb der Sichtweite des Steuerers, sofern die Startmasse des GerĂ€ts fĂŒnf Kilogramm und weniger betrĂ€gt.
  • Über und in einem seitlichen Abstand von weniger als 100 Metern von Menschenansammlungen, UnglĂŒcksorten, Katastrophengebieten und anderen Einsatzorten von Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben, sowie ĂŒber mobilen Einrichtungen und Truppen der Bundeswehr im Rahmen angemeldeter Manöver und Übungen.
  • Über und in einem seitlichen Abstand von weniger als 100 Metern von der Begrenzung von Industrieanlagen, Justizvollzugsanstalten, Einrichtungen des Maßregelvollzugs, militĂ€rischen Anlagen und Organisationen, Anlagen der Energieerzeugung und -verteilung sowie ĂŒber Einrichtungen, in denen erlaubnisbedĂŒrftige TĂ€tigkeiten der Schutzstufe 4 nach der Biostoffverordnung ausgeĂŒbt werden, soweit nicht der Betreiber der Anlage dem Betrieb ausdrĂŒcklich zugestimmt hat.
  • Über und in einem seitlichen Abstand von weniger als 100 Metern von GrundstĂŒcken, auf denen die Verfassungsorgane des Bundes oder der LĂ€nder oder oberste und obere Bundes- oder Landesbehörden oder diplomatische und konsularische Vertretungen sowie internationale Organisationen im Sinne des Völkerrechts ihren Sitz haben sowie von Liegenschaften von Polizei und anderen Sicherheitsbehörden, soweit nicht die Stelle dem Betrieb ausdrĂŒcklich zugestimmt hat.
  • Über WohngrundstĂŒcken, wenn die Startmasse des GerĂ€ts mehr als 0,25 Kilogramm betrĂ€gt oder das GerĂ€t oder seine AusrĂŒstung in der Lage sind, optische, akustische oder Funksignale zu empfangen, zu ĂŒbertragen oder aufzuzeichnen, es sei denn, der durch den Betrieb ĂŒber dem jeweiligen WohngrundstĂŒck in seinen Rechten betroffene EigentĂŒmer oder sonstige Nutzungsberechtigte hat dem Überflug ausdrĂŒcklich zugestimmt.

Das alles ist ausfĂŒhrlich nachzulesen unter: https://www.hamburg.de/bwvi/drohnen/