NDR-Hochhaus: Neubau fĂŒr etwa 46 Millionen Euro

Das GelĂ€nde des NDR in Hamburg-Lokstedt. Das Hochhaus links zeigt das BĂŒro-GebĂ€ude mit 14 Etagen. Foto: FoTe-Press

(ha). Das nach Asbestfunden geschlossene NDR BĂŒro-Hochhaus in Hamburg-Lokstedt wird abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Das teilt der NDR mit. Der NDR Verwaltungsrat folgte in seiner Sitzung am Freitag (25. Januar 2019) einer entsprechenden Empfehlung von Intendant Lutz Marmor. Das neue FunktionsgebĂ€ude soll an anderer Stelle auf dem Lokstedter BetriebsgelĂ€nde errichtet werden. Es wird in etwa die gleiche NutzflĂ€che aufweisen wie das abzutragende Hochhaus. Die Zeitdauer fĂŒr Planung, Genehmigung und Bau ist mit etwa vier Jahren veranschlagt. Parallel dazu kann der aufwendige RĂŒckbau des 1975 erbauten Hochhauses erfolgen, in dem Ende 2018 bei Umbauarbeiten Asbestreste und –verschleppungen aus der Bauphase gefunden wurden. Schneller als ein Neubau wĂ€re auch eine Asbestsanierung praktisch nicht zu realisieren, da das Hochhaus zunĂ€chst bis auf den Rohbauzustand entkernt werden mĂŒsste, bevor der Innenausbau beginnen könnte.

Die Kosten einer vollstĂ€ndigen Kernsanierung inklusive neuer GebĂ€udetechnik lĂ€gen bei etwa 50 Millionen Euro. FĂŒr die Alternative Neubau schĂ€tzt der NDR die reinen Baukosten auf voraussichtlich 46 Millionen, hinzu kommt der Aufwand fĂŒr einen fachgerechten Abbruch des belasteten Hauses in Höhe von etwa zehn Millionen Euro sowie die Abschreibung des Restbuchwerts des alten GebĂ€udes von etwa zwei Millionen Euro – zusammen 58 Millionen Euro.

Der Mehraufwand von acht Millionen Euro im Vergleich zur Sanierungsvariante bringt aber klare Vorteile mit sich, etwa eine deutlich lĂ€ngere kĂŒnftige Nutzungsdauer und Erleichterungen beim Brandschutz sowie flexible Nutzungsmöglichkeiten, die das sehr schmale AltgebĂ€ude nicht bietet. Zudem wĂ€re ein asbestsaniertes Hochhaus nicht zwingend völlig asbestfrei, da der Gefahrstoff außer an den bereits bekannten Stellen auch in Teilen des Rohbaus vorhanden sein könnte. FĂŒr beide Szenarien gleich ist der Aufwand unter anderem fĂŒr die provisorische Unterbringung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in angemieteten RĂ€umen und in Containern, die Abwicklung der notwendigen UmzĂŒge und der personelle Mehraufwand fĂŒr Planung und Sanierung beziehungsweise Bau und Abriss – Kosten dafĂŒr: etwa 15 Millionen Euro fĂŒr vier Jahre.

„Wir haben die uns vorgelegten Alternativen Kernsanierung versus Abriss und Neubau sorgfĂ€ltig geprĂŒft. In der Summe haben uns die Vorteile eines Neubaus ĂŒberzeugt. Er ist nicht nur wirtschaftlich die vernĂŒnftigste Lösung, er ist auch fĂŒr die BeschĂ€ftigten eindeutig die ĂŒberzeugendere Variante. Ein Neubau ermöglicht ihnen, unter zeitgemĂ€ĂŸen Bedingungen zu arbeiten, und er bietet die Sicherheit vollstĂ€ndiger Asbestfreiheit“, sagt Ulf Birch, Vorsitzender des Verwaltungsrats.

Lutz Marmor, Intendant des NDR erlĂ€utert: „Die ungeplante finanzielle Belastung bedeutet fĂŒr den NDR eine zusĂ€tzliche Herausforderung. Dennoch bin ich zuversichtlich, dass es uns gelingen wird, die laufende Beitragsperiode bis 2020 ausgeglichen abzuschließen. Dabei hilft uns, dass sich die Investition in einen Neubau ĂŒber die Abschreibungen des Aufwands besser auf der Zeitachse verteilen lĂ€sst. Insgesamt ist der Neubau auch wirtschaftlich die beste Lösung.“

Um bereits in diesem Jahr mit den Baumaßnahmen beginnen zu können, hat der NDR dem Verwaltungsrat und dem Rundfunkrat einen Nachtragshaushalt fĂŒr 2019 vorgelegt.


Das neue Logo der Hamburger Allgemeine Rundschau mit dem Claim „Hummel Hummel. Infos Infos.

Seit 20 Jahren vermisst: Hilal E.

Vermisstes MÀdchen Hilal Ercan

(ha). Die damals zehnjĂ€hrige tĂŒrkische SchĂŒlerin Hilal E. (Foto links, Foto: Polizei Hamburg) aus Hamburg-Lurup wird seit dem 27. Januar 1999, gegen 13:30 Uhr vermisst. Das junge MĂ€dchen wollte nur kurz in die vom Elternhaus benachbarte Elbgaupassage, um sich dort Kaugummis zu kaufen. Sie kam bis heute nie zurĂŒck. Die Polizei hofft – auch 20 Jahre nach ihrem Verschwinden – die UmstĂ€nde ihres Verschwinden aufklĂ€ren zu können. Daher richtet sie sich mit folgenden Fragen an die Hamburger:

  • Wer hat Hilal am Mittwoch, den 27.1.1999 gegen 13:15 Uhr in der unmittelbaren Umgebung der Elbgaupassage in Hamburg-Lurup gesehen?
  • Wer kann etwas zum Verbleib der Kleidung oder der von Hilal mitgefĂŒhrten GegenstĂ€nde, wie ihren Ohrringen und ihren Haarspangen sagen?
  • Wer kann sich an einen Mann erinnern, der in der NĂ€he der Elbgaupassage an einem Pkw stand, im Fahrzeug hantierte oder den Eindruck vermittelte, auf jemanden zu warten?
  • Wem ist am Mittwoch, den 27. Januar 1999 nach 13:30 Uhr ein abgestellter oder umherfahrender Pkw in einer abgelegenen Gegend des Hamburger Randgebietes aufgefallen?
  • DarĂŒber hinaus bittet die Polizei den Mann, der am 3. Februar 1999 bei der Familie E. anrief und angab, Informationen ĂŒber das Verschwinden von Hilal zu haben, sich zu melden.

Zum Zeitpunkt Ihres Verschwindens war sie 145 Zentimeter groß und hat lange schwarze Haare.

Hilal war bekleidet mit:

    einer schwarz-grau gemusterten Jacke
    einer schwarzen Jeans
    einem orangefarbenen Pullover
    schwarzen Schuhen mit Plateausohlen
    verschiedenen Haarspangen und einem Ohrring

Belohnung:
FĂŒr Hinweise, die zur AufklĂ€rung der Tat bzw. zur Festnahme der/des TĂ€ter(s) fĂŒhren, ist eine Belohnung in Höhe von 5.000 Euro ausgesetzt.

Hinweise:
Hinweise nimmt die Verbindungsstelle im LKA Hamburg unter der Telefonnummer 040 / 428 65 67 89 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.