Neuer Sichtschutz für Drob Inn am Hamburger Hauptbahnhof

Der Zaun vor dem Gelände am Drop Inn in Nähe des Hamburger Hauptbahnhofs. Foto: FoTe Press

(mr). Seit etwa einem Jahr laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren, nun wurden die Ideen umgesetzt. Der Bezirk Hamburg-Mitte hat kürzlich einen Sichtschutz vor dem Drob Inn am Hauptbahnhof anbringen lassen. Zunächst wurde ein Gitterzaun aufgestellt, dann folgte der Sichtschutz.
Wie das Bezirksamt Hamburg-Mitte mitteilt, möchte die Stadt Hamburg mit der Konstruktion aus Blechen den angrenzenden August-Bebel-Park “revitalisieren”. Auf das etwa 30.000 Euro teure Projekt haben sich Sozial- und Innenbehörde mit der Polizei und dem zuständigen Bezirksamt geeinigt.

Tägliche 150 bis 250 Obdachlose und Drogensüchtige

Der gesamte Bereich ist jeden Tag von etwa 150 bis 200 Obdachlosen und Drogensüchtigen Anlaufstelle. Der neue Zaun teilt den Park räumlich auf; durch die Trennung von Vorplatz des Drob Inn und Gehweg soll es für Fußgängerinnen und Fußgänger angenehmer werden den Bürgersteig zu nutzen.
Ziel: die Lage von Obdachlosen und Drogenabhängigen soll verbessert werden, wie Sozialsenatorin Melanie Schlotzhauer (SPD) bei einem Termin sagte. Sie hatten sich während der Coronapandemie angewöhnt, die geamte Grünfläche zu nutzen, um Abstand zu halten – was ihre Sichtbarkeit erhöhte.

Nun also der Zaun mit Sichtschutz. Die zur Straße gelegene Seite soll mit Bäumen bepflanzt werden, die größere Fläche dahinter mit blauem Asphalt belegt werden, auf dem Sitzgelegenheiten und Schirme zum Schutz vor Sonne und Regen aufgestellt werden. Der Zaun wurde bereits mit Kunst verschönert. In den kommenden Wochen sollen auch Kinder der Brechtschule auf St. Georg den Zaun verschönern.
Der Platz werde durch den Sichtschutz aufgewertet. Vor wenigen Wochen wurden Toiletten auf dem August-Bebel-Platz aufgestellt, die die Sanitäranlagen am Hauptbahnhof entlasten.


Hamburger Tafel startet Sammelaktion in Einkaufszentren

Jörg Pilawa ist Botschafter der Hamburger Tafel und ruft zum Spenden auf. Gerne H-Milch, Nudeln, Reis oder Suppen in Dosen. Foto: FoTe Press

(mr). Die Hamburger Tafel hat am vergangenen Sonnabend, dem 6. April 2024, erneut eine Spendaktion in sechs Einkaufszentren in Hamburg gesammelt. Grund: es werden aktuell immer weniger Lebensmittel gespendet. Bis Oktober soll die Sammelaktion regelmäßig an jedem ersten Sonnabend im Monat stattfinden.

Zwischen 11 und 18 Uhr wurde auf die Problematik der Hamburger Tafel im Elbe Einkaufszentrum, im Alstertal-Einkaufszentrum, im Billstedt Center, in der Europa Passage, im Einkaufzentrum Hamburger Meile und im Phoenix-Center in Harburg aufmerksam gemacht. Alle Hamburgerinnen und Hamburger können der Tafel Lebensmittel für bedürftige Menschen spenden. Die Mitarbeitenden freuen sich insbesondere über Nudeln, Reis, Konserven, H-Milch und Hygieneartikel.

Etwa 40.000 Menschen versorgen sich mittlerweile regelmäßig mit Lebensmitteln in einer der mehr als 30 Tafel-Ausgabestellen in der Hansestadt. Der Bedarf ist viel höher, wie Mitarbeitende immer wieder betonen. Während die Zahl der Bedürftigen steigt, werden die Spenden immer weniger. Deshalb geht die Hamburger Tafel mit der Sammelaktion in die Öffentlichkeit. Vor einigen Monaten hat TV-Moderator Jörg Pilawa die Werbetrommel für diese Aktionen gerührt.


Das neue Logo der Hamburger Allgemeine Rundschau mit dem Claim „Hummel Hummel. Infos Infos“.