So trauern Promis um Dieter Thomas Heck

Im September 2012 besuchte Dieter Thomas Heck die Talkshow von Markus Lanz in Hamburg-Bahrenfeld. Foto: Röhe

(mr). Der Tod des beliebten Showmasters Dieter Thomas Heck hat in der Unterhaltungsbranche Wehmut ausgelöst. „Wieder eine Legende weniger“, schreibt der Komiker Oliver Kalkofe auf seinem Twitter-Kanal. „Er war ein GROSSER Showmaster, der auch kompetent sich manchem kritischen Themen nicht entzog. An ihm kann und konnte man sich ein Beispiel nehmen“, schreibt Sänger Peter Sebastian auf seinem Facebook-Account.

Schauspielerin Veronica Ferres erinnert sich: „Als Kind hab ich mit meinen Eltern „Melodien für Millionen“ geschaut, mit meinen Brüdern die Hitparade. Später war ich zu Gast in seiner Show. Wir werden ihn nie mehr hören – in unseren Herzen bleibt er! Gute Reise, Dieter….“

TV-Moderator Florian Silbereisen spricht der Familie von Dieter Thomas Heck bei Facebook sein Beileid aus: „Was wäre der Schlager ohne Dieter Thomas Heck…Ich bin sehr traurig und in Gedanken bei seiner Familie.“

Auch Schlagersängerin Ireen Sheer schreibt in dem sozialen Netzwerk rĂĽhrende Worte: „Gerade erfahre ich, dass mein lieber Freund, Förderer und Showkollege Dieter Thomas Heck von uns gegangen ist. Mit ihm und der ZDF Hitparade begann meine Karriere in Deutschland. Mein Beleid seiner Familie, insbesondere seiner Frau Ragnhild.„Dieterlie“ R.I.P. God bless you!“

Schlagersängerin Mary Roos schreibt ebenfalls bei Facebook:  „Lieber Dieter, Du warst in meinem Leben eine ganz wichtige Person. Mein Beileid gilt seiner Frau Hilde und der Familie. Ruhe in Frieden.“

Klaus Baumgart („Klaus & Klaus“) postet ein Hochzeitsfoto aus dem Jahr 1991 und schreibt dazu: „Das war mein schönster Moment mit Hecki“.

Der in Grünwald bei München lebende Schlagersänger Patrick Lindner betont: „Du warst für mich eine Fernsehikone als Kind, später ein Freund, auf den man immer aufgeschaut hat.“

TV-Richter und Politiker Alexander Hold schreibt: „Deine Sendungen haben meine Jugend begleitet, meine Dein Alter. (…) Nun sind die Scheinwerfer über Dir ausgegangen. Schön, dass ich Dich kennen lernen durfte!“

Schlagersänger GG Anderson schreibt: „Der Schock sitzt so tief, dass wir uns nach der Nachricht erst mal ein wenig sammeln mussten. Wir, Monika und ich, sind unheimlich traurig. Dieter war nicht nur ein sehr guter Freund, sondern auch unser Trauzeuge.Man konnte mit jedem Problem zu ihm kommen – er hatte immer ein offenes Ohr.“

Eine traurige Nachricht erreicht die Redaktion der Hamburger Allgemeinen Rundschau am Abend des 24. August 2018: Der Showmaster Dieter Thomas Heck ist tot. Der als „Mister Hitparade“ und „Schnellsprecher der Nation“ bekannt gewordene TV-Moderator starb am Donnerstag (23.8.) im Alter von 80 Jahren, wie der Medienanwalt Christian Schertz im Namen der Familie in Berlin mitteilte. Einzelheiten gab Schertz nicht bekannt. In einer Mitteilung heißt es: „Meine Mandantschaft bittet von weiteren Anfragen Abstand zu nehmen und die Privatsphäre der Familie zu respektieren.“

Einen seiner letzten großen öffentlichen Auftritte hatte Dieter Thomas Heck, der eigentlich Carl-Dieter Heckscher hieß, im Februar 2017 bei der Verleihung der Goldenen Kamera für sein Lebenswerk. Die Verleihung wurde live aus einer Messehalle in Hamburg übertragen.

Bereits 2007 hatte er nach über 50 Jahren im Showgeschäft seine letzten Sendungen moderiert. Es gab im selben Jahr eine Gala anlässlich seines 70. Geburtstages. „Mein Leben war es, Menschen zu unterhalten“, sagt Heck in Berlin und ergänzte: „Es macht mich glücklich, dass mir dies gelungen ist. 2007 nahm er Abschied von seinem Beruf. 2011  brachte Heck seine Biografie auf den Markt, die er unter anderem in der Sendung „NDR Talkshow“ auf dem Gelände des NDR in Hamburg-Lokstedt vorstellte.

Als Autoverkäufer in Hamburg

Carl-Dieter Heckscher wird am 29. Dezember 1937 in Flensburg (Schleswig-Holstein) geboren. Er ist nur wenige Wochen alt, da ziehen seine Eltern mit ihm in die Hansestadt Hamburg. Dort wächst er auf, beginnt eine Ausbildung als Autoverkäufer. Seine Karriere im Fernsehen begann 1961 als Heck in der Fernseh-Nachwuchssendung „Toi-toi-toi“ von Peter Frankenfeld als Sänger entdeckt wurde. Im gleichen Jahr begann er beim damaligen Südwestfunk (SWF) in Baden-Baden als Sprecher und arbeitete bei Radio Luxemburg als Disc-Jockey. Seine Medienkarriere führte ihn zu Hundert,6, einem der ersten privaten Hörfunksender in Berlin. Der von 1981 bis 2007 vergebene Preis „Goldene Stimmgabel“ wurde von ihm initiiert.

Die Hitparade macht ihn berĂĽhmt

Zum Fernsehstar wurde Heck jedoch mit der „ZDF-Hitparade“, die er von 1969 bis 1984 insgesamt 183 Mal live aus Berlin präsentierte. Teilweise schauten damals 27 Millionen Zuschauer jede Sendung an. Seine Begrüßung ans Publikums: „Hier ist Berlin mit der Hitparade im ZDF“ – legendär.

Aber Heck moderierte nicht nur die „Hitparade“, er stand auch für große Fernsehshows wie „Melodien für Millionen“, „Musik liegt in der Luft“, „Die Super-Hitparade“ (alle im ZDF ausgestrahlt), für die „Deutschen Schlagerfestspiele“ oder „Die Schlagerparade der Volksmusik“ (ARD) vor der Kamera. Außerdem präsentierte er erfolgreiche Unterhaltungssendungen wie „Die Pyramide“ (1978 bis 1994), „Das große Los“ (1992 bis 1994) und „Ihr Einsatz bitte“ (1987–1990). Im Fernsehen war Dieter Thomas Heck auch als Schauspieler zu sehen, unter anderem in der kombinierten Polizei- und Arztserie „Notruf Hafenkante“, die in Hamburg spielt und produziert wird.

Dieter Thomas Heck lebte bis 2009 insgesamt 23 Jahre lang im Schloss Aubach im baden-wĂĽrttembergischen Lauf. Danach hatte er Wohnsitze in der Schweiz und Spanien. Mit seiner Frau Ragnhild lebte er auĂźerdem zeitweise in Berlin.

Ob es eine Beerdigung im engsten Familienkreis gibt oder eine groĂźe Trauerfeier, stehe aktuell noch nicht fest.