StadtRÀder nur eingeschrÀnkt buchbar

Ein Stadtrad steht an einer Fahrradstation in Rothenburgsort. Symbolfoto: Röhe

(mr/ha). Gerade in diesen Tagen sehr Ă€rgerlich: bei einem Teil der StadtRĂ€der sind technische Probleme an den Tretlagern aufgetreten. Das teilt die Deutsche Bahn mit. Deshalb habe sich der Betreiber der roten Stadtflitzer im Sinne der Sicherheit seiner Kunden kurzfristig dazu entschlossen, diese RĂ€der fĂŒr die freie Nutzung zu sperren. Damit findet der Kunde derzeit im Stadtgebiet RĂ€der vor, die fĂŒr ihn nicht buchbar sind, heißt es weiter seitens der Deutschen Bahn. „Gemeinsam mit dem deutschen Hersteller arbeiten wir derzeit mit Hochdruck daran, das Problem schnellstmöglich zu beheben“, sagt ein Sprecher der Deutschen Bahn und ergĂ€nzt: „Da wir nicht ausschließen können, dass das fehlerhafte Tretlager nur in der Produktionslinie aus dem Jahr 2016 eingebaut wurde, haben wir uns im Interesse unserer Kunden dazu entschieden, sĂ€mtliche StadtRĂ€der zu ĂŒberprĂŒfen und die RĂ€der, in denen das betroffene Tretlager verbaut ist, fĂŒr die Nutzung zu sperren“. In ganz Hamburg sind aktuell noch etwa 700 RĂ€der fĂŒr die Kunden buchbar. Voraussichtlich wird der Tausch der Tretlager einige Wochen in Anspruch nehmen. Alle Infos zu Hamburgs StadtrĂ€dern finden Sie hier.


Schlager OlĂš am 2. September in Bahrenfeld

Freuen sich schon auf ihren Auftritt in Hamburg: die irre Schlager-Truppe mit Olivia Jones (Mitte) und dem Veranstalter (2. von rechts) auf dem Kiez. Foto: FoTe-Press

(ha). „Hamburg OlĂ©â€œ ist erstmalig als Highlight anlĂ€sslich des zehnjĂ€hrigen JubilĂ€ums der OlĂ© Party Tour mit dabei! Am 2. September 2017 öffnet ab 13 Uhr die grĂ¶ĂŸte Open
Air-Party in der Hansestadt ihre BĂŒhne. Zwischen Wiesen und BĂ€umen feiern die besten und erfolgreichsten KĂŒnstler der nationalen und internationalen Musikszene den Partysommer des Jahres. Absolute Spitzen-Acts wie JĂŒrgen Drews, Ikke HĂŒftgold, Die Atzen, Michelle, voXXclub, Matthias Reim und Mia Julia bringen die Trabrennbahn im Stadtteil Bahrenfeld zum Beben. Der Vorverkauf startete am 10. Oktober 2016 um 10:10 Uhr. Freunde des Party-Schlagers dĂŒrfen sich freuen: Die einzigartige OlĂ©-Party kommt 2017 zum ersten Mal nach Hamburg. Das Open-Air-Spektakel von Veranstalter Markus Krampe, Michael Hilgers und deren Teams verspricht ein Mallorca-Feeling der Extraklasse. Die OlĂ©-Partyreihe tourt 2017 durch sieben StĂ€dte Deutschlands: Oberhausen, Mönchengladbach, Dortmund, Bremen, NĂŒrburgring, Hamburg und auf Schalke, um mit mehr als 250.000 Schlager- und Partyfans unter freiem Himmel zu feiern. Die einzigartige Auswahl an Topstars aus der nationalen und internationalen Party-, Schlager-, und Popszene verspricht auch 2017 einen grandiosen Partymarathon. FĂŒr gute Laune zwischen den LIVE- Acts stehen Entertainer Lorenz BĂŒffel und DJ Christian Schall schon in den Startlöchern. Am Sonnabend, dem 2. September 2017 fĂ€llt der Startschuss fĂŒr „Hamburg OlĂ©â€œ. Dabei heizen fantastische KĂŒnstler die Stimmung ordentlich ein: Neben den oben genannten treten unter anderem auch Mickie Krause („Finger weg von Sachen ohne Alkohol“), Willi Herren („Is mir egal“), Peter Wackel („Wo war ich in der Nacht“), Anna-Maria Zimmermann („Amore Mio“), sowie Norman Langen („Unsere Zeit ist jetzt“) und Jörg Bausch („Dieser Flug“) auf. Karten fĂŒr „Hamburg OlĂ©â€œ gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen und online unter www.oleparty.de. 


Becher nur mit Pfandchips? So nicht, liebe Behörde!

(mr). Es ist das grĂ¶ĂŸte Hafenfest der Welt: der Hafengeburtstag in Hamburg. Friede, Freude, Party – es ist ein schönes Familienfest. Über 300 Schiffe vom Kreuzfahrer, Feuerwehrschiff bis zum Drachenboot sind dabei jedes Jahr dabei. Es gibt VorfĂŒhrungen zu Wasser, zu Lande und in der Luft. Entlang der Hafenmeile sind zahlreiche StĂ€nde aufgebaut. Es gibt Handwerksarbeiten, SĂŒĂŸigkeiten, Deftiges und viele GetrĂ€nkestĂ€nde von der HafenCity bis zum Fischmarkt. Apropos GetrĂ€nke: Eigentlich eine tolle, umweltgerechte Idee, dass GetrĂ€nke in Mehrwegbechern ausgeschenkt werden. Seit 2000 gibt es das Becherpfand, teilte der Veranstalter (Behörde fĂŒr Kultur, Sport und Medien) mit. Nun gibt es allerdings seit etwa drei Jahren vermehrt das Problem, dass Becher mit einer Pfandmarke oder eines Pfandchips ausgegeben werden. Nur wer diese Chips oder Marken zusammen mit dem Pfandbecher abgibt, erhĂ€lt sein Pfandgeld zurĂŒck. Wer keinen Chip hat, bekommt auch sein Geld nicht zurĂŒck! Warum fĂŒhren viele Standbetreiber zusĂ€tzliche Chips oder Marken ein? Andreas Rogalla verkauft Bier und alkoholfreie GetrĂ€nke, steht seit vier Jahren mit einem Stand auf der Meile. „Wir hatten in den vergangenen Jahren das Problem, dass bei uns Becher abgegeben wurden, die uns nicht gehörten. So haben wir natĂŒrlich je Becher einen Euro ausgezahlt, den wir nicht ersetzt bekommen. Unser Lieferant nimmt nur die Becher wieder zurĂŒck, die wir auch geliehen haben“, sagt Andreas Rogalla.

PfandEin GetrĂ€nkestand auf dem Hafengeburtstag in Hamburg. Wer ein GetrĂ€nk kauft, bekommt es in einem Mehrwegbecher und muss dafĂŒr einen Euro Pfand zahlen. ZusĂ€tzlich bekommt der Kunde einen Chip (oder eine Pfandmarke) – nur wer diese zusammen mit dem Becher abgibt, erhĂ€lt seinen Euro wieder! Fotos: FoTe-Press

Im Groben und Ganzen haben die meisten Standbetreiber unterschiedliche Becher, in denen sie ihre GetrĂ€nke ausschenken. Oftmals verschiedene Farben, Logos oder Aufschriften. Wozu dann also diese zusĂ€tzlichen Pfandchips oder -marken? Malte P. (Name geĂ€ndert, ist der Redaktion bekannt) sammelt seit zehn Jahren Pfandflaschen und -becher auf dem Hafengeburtstag. “FrĂŒher brauchte ich nur nach den richtigen StĂ€nden zu suchen, die die entsprechenden Becher annahmen und mir das Pfandgeld ausgezahlt haben.” So soll es auch sein. Schließlich sollte es egal sein, wer den Becher wieder abgibt. Ob es derjenige ist, der ein GetrĂ€nk gekauft hat oder ein Sammler, der den Becher auf der Straße gefunden hat (weil jemand aufs Pfandgeld verzichtet). Wer nur den Becher findet, kann diesen nicht mehr abgeben ohne dazugehörigen Chip oder der Marke. „Derjenige, der ein GetrĂ€nk kauft, sollte den Becher selbst wieder beim entsprechenden Stand abgeben. So ist das gedacht“, sagt Saskia Ostermeier von der Hamburg Messe und Congress GmbH (fungiert als Veranstaltungsbeauftragte fĂŒr den Hafengeburtstag Hamburg).

Der Veranstalter rĂ€t den Beschickern zur Verwendung von Pfandmarken. “Wie auf vielen anderen Volksfesten und Veranstaltungen, bei denen solche Pfandregeln greifen, ist die Umsetzung sowohl von Anbietern als auch Besuchern gelernt und hat sich in der Praxis bewĂ€hrt”, heißt es auf Nachfrage. Wir meinen: Weg mit den ĂŒberflĂŒssigen Pfandchips – und marken. In den spĂ€ten Abendstunden schmeißen die meist betrunkenen Hafenfestbesucher ihre Becher achtlos ins GebĂŒsch, auf die Straße, auf den Gehweg, auf die Partymeile. Wenn kein anderer diese bei den StĂ€nden abgeben kann und letztendlich die Pfandbecher im MĂŒll landen, stimmt etwas nicht mit dem Umweltkonzept Pfandbecher. Unser Tipp: Um sicher zu gehen, dass die Standbetreiber auch nur ihre Becher zurĂŒcknehmen, sollten sie sie farblich markieren oder mit Aufklebern versehen. So kann ein jeder, im Sinne der Umwelt, die vielen Pfandbecher wieder bei den StĂ€nden abgeben!

BecherpfandEin Wert von mehreren Euro. Auf Hamburgs Hafengeburtstag ist ein Mehrwegbecher mindestens ein Euro wert. Fehlt allerdings der dazugehörige Chip, sind die Becher wertlos und können in den MĂŒll. Was fĂŒr ein sinnloses System!


Wir bringen Sie zum Lachen

Zwei Ostfriesen unterhalten sich. „Pass auf“, sagt der eine. „Ich habe hier Geld in meiner Hand. Wenn du errĂ€tst wie viel, gehören die fĂŒnf Mark dir!“ – „Ach“, sagt der andere, „wozu soll ich mir wegen lumpiger fĂŒnf Mark den Kopf zerbrechen!“

Zwei MĂŒcken im Auto. Meint die eine: „Stopp mal, eine Fliege ist in meinem Auge.“

Streiten sich drei MĂ€nner ĂŒber den besten Computer. Meint der Erste: „Echte MĂ€nner arbeiten mit einem PC und lassen ihre Kinder mit einem Amiga spielen.“ Darauf der Zweite: „Echte MĂ€nner arbeiten mit einer SUN und geben den PC den Kindern zum Spielen.“ Schließlich der Dritte: „Echte MĂ€nner spielen mit ihren Kindern und lassen den MAC fĂŒr sich arbeiten!“

Der Chefarzt der Irrenanstalt versammelt die Waerter um sich. „Haben Sie auch wirklich die acht Patienten wieder eingefangen, die beim Brand ausgerueckt waren?“ Da wundern sich die Waerter. „Acht? Wieso acht? Wir haben dreiundzwanzig zurueckgebracht.“

Was steht auf dem Grabstein einer alten Putzfrau? – Die kehrt nie wieder.

Gerichtsverhandlung nach einem Autounfall. Der Anwalt des schuldigen Fahrers fragt den KlĂ€ger: „Ist es richtig, dass Sie nach dem Unfall meinem Mandanten gesagt haben, sie seien nicht verletzt?“ 
„NatĂŒrlich habe ich das gesagt, aber dazu mĂŒssen Sie wissen, wie sich die Sache abgespielt hat: Also, ich reite mit meinem Pferd ruhig die Straße entlang. Da kommt das Auto angerast und wirft uns in den Graben. Das war vielleicht ein Durcheinander, das können sie sich nicht vorstellen. Ich lag auf dem RĂŒcken, die Beine in die Luft – und mein braves altes Pferd auch. Da steigt der Fahrer aus, kommt auf uns zu und sieht, dass mein Pferd sich ein Bein gebrochen hat. Darauf zieht er wortlos eine Pistole und erschießt es. Danach sieht er mich an und fragt: ‚Sind sie auch verletzt?‘ Nun frage ich Sie, Herr Rechtsanwalt, was hĂ€tten Sie geantwortet?“

Kommt eine Frau zum Arzt: „Herr Doktor, vor einigen Tagen habe ich einen Zehneuroschein verschluckt, aber in der Toilette finde ich immer nur Kleingeld!“ „Das ist völlig normal“, sagt der Arzt. „Sie sind in den Wechseljahren!“

Aufgabe fĂŒr die Oberstufe eines Jungengymnasiums im Fach Biologie: „Beschreiben Sie die Vorteile der KinderernĂ€hrung durch Muttermilch.“ Die gemeinsam erarbeitete Antwort: „Muttermilch ist bekömmlich, brennt nicht an, ist billig, kocht nicht ĂŒber, die Katze kommt nicht ran und die Verpackung ist Ă€ußerst geschmackvoll.“

Finden zwei Polizeibeamte eine Leiche vor einem Gymnasium. Fragt der eine den anderen: „Du, wie schreibt man denn Gymnasium?“ Der andere ĂŒberlegt und sagt: „Ach komm, wir schleppen ihn zur Post!“

Ein Pilzsammler beobachtet zwei JĂ€ger, wie sie ein geschossenes Wildschwein gerade mĂŒhevoll zu ihrem Auto ziehen. Nach einiger Zeit lacht er und sagt: „Kein Wunder, dass ihr euch so schwer tut. Ihr zieht ja entgegengesetzt zur Richtung der Borsten.“ Die beiden bedanken sich fĂŒr den guten Tipp und ziehen weiter in Richtung der Borsten. Nach einigen Minuten sagt der eine JĂ€ger zum Anderen: „Also, leichter geht es schon, aber leider entfernen wir uns so auch immer mehr von unserem Auto!“

Ein Beamter zeigt seiner Frau ein Bild mit seinen Kollegen in seinem Amtszimmer:“Hier sieh mal, 1 Stunde belichtet und keiner verwackelt!“

SpĂ€t nachts fĂ€hrt der Bauer Stefan betrunken nach Hause und wird prompt von der örtlichen Polizei aufgehalten: „Zeigen Sie mir bitte Ihren FĂŒhrerschein!“ Bauer Stefan antwortet: „Na, wenn Sie den noch nicht verloren haben, dann mĂŒsste er doch schon bei ihnen rumliegen!“

Treffen sich zwei Beamte morgens um 11 Uhr auf dem Behördenflur. Fragt der eine den anderen: „Kannst Du auch nicht schlafen?“

Was unterscheidet Tischler, Zimmermann und Maurer? Ganz einfach: Der Tischler arbeitet auf den Millimeter genau! Der Zimmermann arbeitet auf den Zentimeter genau! Und der Maurer ist froh, wenn er auf dem GrundstĂŒck bleibt!

Auf welchen Pferden kann man nicht reiten? Antwort: Auf den Seepferden.

Kennen Sie den Unterschied zwischen einem Holz-Schreibtisch und einem Beamten? Holz arbeitet.

Im Supermarkt: Da unterhĂ€lt sich ein Mann mittleren Alters mit einer Packung Lasagne. Fragt ihn daraufhin ein VerkĂ€ufer: „Entschuldigung. Warum sprechen Sie denn mit der Packung Lasagne?“ Daraufhin der Mann: „Ich bin PferdeflĂŒsterer.“

Nach dem Skandal um Pferdefleisch in der Lasagne nehmen viele HÀndler auch FischstÀbchen aus ihrem Sortiment. Grund: Es wurden Teilchen von Seepferdchen gefunden.

Ein Betrunkener kommt nach Hause und trinkt noch einen Tee. Im Bett fragt er seine Frau: „Haben Zitronen eigentlich kleine gelbe FĂŒĂŸe?“ „Nein“, antwortet sie. „Dann habe ich gerade den Kanarienvogel in den Tee gedrĂŒckt.“

Ein MĂŒnchner fĂ€hrt nachts besoffen mit seinem Auto und wird promt von der Polizei angehalten. Beim Alkoholtest wird der Mann gebeten zu blasen, doch er antwortet nur: „Naa, des geht net, i hoab Oasthma!“
Daraufhin wollen die Polizisten einen Bluttest durchfĂŒhren lassen, doch der MĂŒnchner entgegnet: „Des geht au net, i bin doch a Bluter!“
Letztendlich weist die Polizei den Mann an, auf einer weißen Linie entlangzugehen, doch schlagfertig erklĂ€rt dieser: „Joa, des geht doch erst recht net, i bin doch vuiz bsoffe!“

Kommt ein Bratscher aufgeregt in ein MusikgeschĂ€ft: „Also, die Bratsche, die Sie mir letzte Woche verkauft haben, die können Sie gleich wiederhaben. Da ist ja bei jeder Saite ein anderer Ton drauf!“

Was ist der Unterschied zwischen einem Theater und dem Bundestag?
Im Theater werden gute Schauspieler schlecht bezahlt!

Wer waren die ersten drei Politiker? – Die Heiligen Drei Könige!
Sie legten die Arbeit nieder, zogen schöne GewÀnder an und gingen auf Reisen.

WĂŒtend schlĂ€gt ein Beamter im Gartenbauamt eine Schnecke tot.
„Warum hast Du das getan?“ empört sich ein Kollege.
„Du hast gut reden: Das aufdringliche Ding verfolgt mich schon den ganzen Tag.“

Ein Beamter wird gefragt, warum er einen faulen Apfel isst. Meint dieser: „Als ich angefangen habe, war er noch gut
“

Wussten Sie schon, dass neuerdings TierÀrzte Hunde und Katzen mit Beamtenblut einschlÀfern lassen?


Plöner Polizist beleidigt Opfer von Gewalttat 

Verwirrter Eindruck? Polizeiprotokoll gibt RĂ€tsel auf

Plön (ft) – Frank F. (Name ist der Redaktion bekannt) aus dem Norden Schleswig-Holsteins fĂ€hrt mit seinem Auto aus LĂŒbeck kommend auf der Bundesstraße 76 nach Hause. In Höhe des Plöner Ortsteils Fegetasche macht er auf einem Rastparkplatz eine kurze Pause. Es ist nachts, kurz nach halb zwei. Der junge Mann schließt seinen PKW ab, unternimmt einen kurzen Spaziergang an der frischen Luft. Minuten spĂ€ter kommen Jugendliche angelaufen. Einer der Jugendlichen schlĂ€gt Frank F. ins Gesicht. Er erlitt eine leichte Wunde im Gesicht. Die Jugendlichen sagen nichts, klauen nichts. Frank F. setzt sich in sein Auto, fĂ€hrt in die nĂ€chst beste, beleuchtete Seitenstraße und muss das erlebte verdauen. Frank F. greift zum Handy, wĂ€hlt 110. Unglaublich: Es geht niemand ran! Frank F. beschließt direkt zur Dienststelle zu fahren. Doch dies ist nicht nötig: Ein ziviles Streifenfahrzeug hĂ€lt den jungen Mann an. Gemeinsam fahren sie zurĂŒck zum Ort des Geschehens. Über Funk wird ein weiterer Streifenwagen angefordert. Die Jugendlichen werden dort angetroffen und vor Ort vernommen, das Opfer befragt. Nach wenigen Minuten ist alles vorbei. Eine Woche spĂ€ter bekommt Frank F. eine Vorladung, muss zur örtlichen Polizei und ErgĂ€nzungen zu Protokoll geben. Der Beamte liest den bisher erfassten Teil laut vor. Dort heißt es (vom Plöner Kollegen geschrieben) sinngemĂ€ĂŸ: „Das Opfer machte eine verwirrten Eindruck.“ Fassungslos nimmt Frank F. das Wort „verwirrt“ zur Kenntnis, schreibt eine schriftliche Beschwerde ĂŒber diese Beleidigung. Arne Dunka, Polizeioberrat der Polizeiinspektion Plön schreibt dem Opfer: „Die von Ihnen kritisierte Feststellung des Polizeibeamten, Sie hĂ€tten einen verwirrten Eindruck gemacht, ist eine rein subjektive, aus Ihrem Verhalten vor Ort (…) abgeleitete Wahrnehmung und beinhaltet keinerlei Wertung.
Anmerkung der Redaktion: Als Synonym fĂŒr „verwirrt“ gibt es abwesend, desorientiert, fahrig, fassungslos, gedankenlos, geistesabwesend, handlungsunfĂ€hig, konfus, kopflos, unkonzentriert, vergesslich, wirr oder beispielsweise zerfahren. Sicherlich kann man sich darĂŒber streiten, ob „verwirrt“ eine Wertung und Beleidigung darstellt oder nicht. Mit Verlaub: Wird von einem Opfer einer Gewaltat verlangt, dass es völlig sachlich, ruhig und gefasst den Polizisten gegenĂŒber tritt? Werden Polizisten heutzutage nicht mehr diesbezĂŒglich geschult? Es mĂŒsste doch mehr dazu gehören, als jemanden voreilig und beleidigend im Protokoll als „verwirrt“ zu deklarieren. Der Vorfall ereignete sich im August 2001.


Problemfall „Automatenbriefmarke“: Oftmals bleibt sie nicht auf einem Briefumschlag kleben. Aber dennoch dĂŒrfen Briefmarken nicht mit Klebestreifen befestigt werden, sonst gibt’s Ärger mit der Post. Foto: FoTe Press

FĂŒr eine Leistung mehrfach abkassiert 

(mr). Einfach unglaublich! Die Post unterstellt von vorn herein einem ehrlichen Kunden, dass er Betrugsabsichten hat.“ Stefan Momm (Name von der Redaktion geĂ€ndert) verschickt wöchentlich mehrere Maxibriefe, die mit einer 1,45 Euro-Briefmarke zu frankieren sind. Die Marken zieht sich der 27-JĂ€hrige meist aus einem Automaten. Dann geht der Ärger auch schon los: Die Briefmarken mĂŒssen auf der RĂŒckseite befeuchtet werden und sollten, so sollte man meinen, dann einfach auf dem Umschlag kleben bleiben. Mit dieser Hoffnung steckt Momm die Postsendung in den Briefkasten. Zwei Tage spĂ€ter wird ihm genau dieser Umschlag mit einem gelben Zettel in seinen Hausbriefkasten geworfen. „Es fehlen an dem zu entrichtenden Porto 145 Cent“, steht auf der Mitteilung. TatsĂ€chlich: jetzt fĂ€llt Stefan Momm auf, dass die Briefmarke fehlt. „Die muss bei der Entleerung des Briefkastens abgefallen sein“, denkt Momm und Ă€rgert sich. Aber da kommt ihm eine Idee: Er hat doch noch einen Umschlag mit einer bereits aufgeklebten Marke. Da dieser Brief noch lĂ€nger liegen bleiben kann, schneidet er die Marke aus und klebt sie mit einem Klebestreifen auf den anderen Umschlag, der nun wirklich bald auf die Reise gehen soll – schließlich sind dort wichtige Unterlagen drin.
Noch am selben Tag schmeisst der junge Mann den Maxibrief zum zweiten Male in den Briefkasten. Zwei Tage spĂ€ter das gleiche Spiel, der Brief kommt zurĂŒck! Es klebt schon wieder ein gelber Zettel mit gleicher Aufschrift dran. Jetzt reicht es ihm. In der nĂ€chstgelegenen Postfiliale erkundigt er sich, warum er denn schon wieder 1,45 Euro berappen mĂŒsse – schließlich habe er eine unbenutzte und ungestempelte Briefmarke verwendet. Dort wurde ihm erklĂ€rt, dass es nicht prĂŒfbar sei, ob die Marke bereits benutzt wurde oder nicht. Allein deshalb sei das Postwertzeichen ungĂŒltig. Die andere Geschichte mit der abgefallenen Briefmarke glaubt der Post-Mitarbeiter schon gar nicht. Also muss Momm zum dritten Mal 1,45 Euro bezahlen – fĂŒr ein und dieselbe Leistung! Pressesprecherin der Deutschen Post in Hamburg, Minou Gaekel-Esfahani, bestĂ€tigt, dass es zum einen nicht erlaubt ist, bereits aufgeklebte Briefmarken wieder zu lösen. „Wir können es nicht nachprĂŒfen, ob die Marke nicht schon verwendet wurde oder nicht“, so Gaekel-Esfahani. Zum anderen ist es nicht gestattet, die Postwertzeichen mit Klebestreifen zu befestigen. Was soll man nun machen, wenn die Marke nicht kleben bleibt? „Benutzen Sie einen Klebestift oder eine Klebetube – da spricht nichts dagegen, weil der vordere Teil der Marke unversehrt bleibt.“ – Nur wer hat schon ein solches Utensil dabei, wenn er sich am Automaten eine Marke zieht. So dĂŒrfen wir weiterhin hoffen, dass die große Post das Problem mit ihrer kleinen Marke endlich gelöst bekommt…