Wollte Mann mit Absicht Menschen töten?

Ein Streifenwagen der Polizei im Einsatz. Symbolfoto: Röhe

(ha/np). Kurz nach dem Auffahren auf die Autobahn 23 an der Anschlussstelle Eidelstedt griff ein 25-j√§hriger Iraker aus noch unbekannten Gr√ľnden unvermittelt mit der einen Hand in das Lenkrad eines Taxis und mit der anderen Hand w√ľrgte er den Fahrer. Das Taxi wurde dadurch zun√§chst nach links gegen die Leitplanke gelenkt, wie die Polizei mitteilt. Der Fahrer wehrte sich gegen den Angriff und versuchte gegenzulenken. Hierbei kollidierte das Taxi mit einem auf der rechten Fahrbahn fahrenden Lkw. Dieser fuhr dadurch gegen die rechtseitige Betonwand. Anschlie√üend kam das Taxi auf dem rechten Fahrstreifen zum Stehen. Der 25-j√§hrige Iraker sprang nach Angaben der Polizei daraufhin sofort aus dem Taxi und lief auf die Fahrbahn. Dort wurde der Mann von einem langsam fahrenden Pkw erfasst und auf die Stra√üe geschleudert. Ein Sprecher der Polizei teilt mit: „Der schwer verletzte Iraker wurde mit einer Sch√§delfraktur station√§r in einem Krankenhaus aufgenommen.“

Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen war der 25-j√§hrige Iraker als Fahrgast eines 59-j√§hrigen Taxifahrers auf dem Weg vom Hauptbahnhof Hamburg (Stadtteil St. Georg) in Richtung Pinneberg (Schleswig-Holstein) unterwegs. An den Kraftfahrzeugen entstanden Sachsch√§den in bislang unbekannter H√∂he. Die Ermittlungen des Verkehrsunfalldienstes dauern an. Hierbei geht es insbesondere auch um die Frage, aus welchen Motiven der Mann in das Lenkrad griff. War es ein absichtlicher Plan, in den Stra√üenverkehr einzugreifen und auf die Weise einen Unfall zu verursachen, der m√∂glicherweise Tote und Verletzte zur Folge haben k√∂nnte? Die Polizei pr√ľft, ob eine psychische Auff√§lligkeit urs√§chlich f√ľr das Verhalten sein k√∂nnte.¬†


Lange Nacht der Museen am 18. Mai 2019

(ha).¬†Museen bewahren Vielfalt: Am 18. Mai 2019 laden 57 Hamburger H√§user zur Langen Nacht der Museen. Zentrale und entlegenere Kulturinstitutionen setzen die vielf√§ltigen Sch√§tze gekonnt und √ľberraschend in Szene. Der besondere Programmfokus liegt dieses Mal auf der Aufgabe, Natur, Kunst und historische Objekte zu bewahren: Museen und ihre Mitarbeiter bewahren die Vielfalt unserer Welt ‚Äď von weithin sichtbaren Legenden wie der Cap San Diego, Schwimmkr√§nen am Hafenmuseum √ľber alte Kulturtechniken wie S√ľtterlinschrift am Altonaer Museum bis hin zu historischem Spielzeug aus Rinde im Arch√§ologischen Museum.

Diese und weitere Veranstaltungshinweise finden Sie hier.


Unterschied zwischen Gaffer und Pressefotograf

Gaffer schauen bei einem Gro√übrand in Hamburg zu. Viele z√ľcken dabei ihre Handys und machen Fotos oder Videos. Symbolfoto: FoTe-Press

(pp/mr).¬†Wenn¬†Gaffer einen Unfall fotografieren oder mit ihrem Smartphone filmen und hinterher von Polizeibeamten aufgeschrieben und mit einem Verwarnungsgeld belegt werden, fragen sich viele immer ‚Äěwarum darf denn der Pressefotograf Fotos vom Unfallort machen und ich nicht?‚Äú

Ihre Hamburger Allgemeine Rundschau kl√§rt auf:¬†Der Unterschied zwischen Gaffern und Berufsfotografen ist, dass sie wissen, was sie tun.¬† So werden beispielsweise keine Fotos von Leichen gemacht (h√∂chstens von einer mit Leichentuch abgedeckten Person). Wird eine tote Person zum Beispiel von Feuerwehrleuten geborgen, legen Pressefotografen die¬†Kameras und Ger√§te auf den Boden oder halten ihre Objektive zu, damit die Einsatzkr√§fte sicher sein k√∂nnen, dass niemand Fotos oder Bewegtbilder macht. Auf diese Weise wird ihnen auch Respekt entgegen gebracht. Im √ľbrigen ist es¬†ein Zusammenspiel zwischen Einsatzkr√§ften und Berufsfotografen ‚Äď meist fragen die Polizisten nach dem Foto- oder Bildmaterial, welches sie f√ľr die weiteren Ermittlungen verwenden k√∂nnen. Meist sind sie froh, dass Journalisten Unf√§lle dokumentieren. Vor allem: Pressefotografen wissen, wie dicht sie ans Geschehen d√ľrfen und die Rettungsarbeiten somit nicht behindern. Auch der Abstand zu den Fahrzeugen muss nicht erkl√§rt werden. Letztendlich ist es gegenseitige Vertrauenssache und ein Geben und Nehmen (wie √ľberall im Leben).

Viele Berufsfotografen fragen die¬†Feuerwehrleute, aus welcher Perspektive sie verunfallte Autos fotografieren k√∂nnen, ohne dass Schwerverletzte oder gar Tote zu sehen sind. Au√üerdem werden Zeugen oder beteiligte Personen, genauso wie Nummernschilder oder Details an Fahrzeugen verpixelt, die R√ľckschl√ľsse auf Unfallbeteiligte zulassen. Bevor Fotos ver√∂ffentlicht werden, schaut grunds√§tzlich der zust√§ndige Redakteur nochmal √ľber die Fotos. Wichtig: ein¬†Journalist hat die Aufgabe, √ľber Unf√§lle zu berichten!

Genau hier liegen die Unterschiede:¬†Gaffer halten einfach drauf um die eigene Sensationslust zu befriedigen. Sie posten ihr Material irgendwo im Netz und br√ľsten sich teilweise damit. Abgebildete Personen sind weder unkenntlich gemacht, noch werden Kennzeichen der Beteiligten verpixelt. Viele Gaffer r√ľcken den Einsatzkr√§ften teilweise sprichw√∂rtlich auf den Pelz ‚Äď das geht gar nicht!

Übrigens: wenn sich auch Pressefotografen nicht an die Spielregeln halten und Unfallopfer, Zeugen oder andere Beteiligte nicht unkenntlich machen, werden auch sie strafrechtlich belangt, wie der Fall eines Bildjournalisten aus Göttingen zeigt. Pressefotografen wie diese sind aber die Ausnahme. Die meisten wissen, wie sie sich an einer Unfallstelle korrekt zu verhalten haben.

Weitere Infos gibt es hier.

 

Ein Löschfahrzeug der Feuerwehr Hamburg. Symbolfoto: FoTe-Press/Röhe

Hinweis der Hamburger Allgemeinen Rundschau:
Gem√§√ü der Richtlinien des Deutschen Presserates heben wir in unseren Berichten (insbesondere bei Polizeimeldungen) die Nationalit√§t einer Person nicht hervor. Im Pressekodex hei√üt es: ‚ÄěNiemand darf wegen seines Geschlechts, einer Behinderung oder seiner Zugeh√∂rigkeit zu einer ethnischen, religi√∂sen, sozialen oder nationalen Gruppe diskriminiert werden.‚Äú

Richtlinie 12.1 ‚Äď Berichterstattung √ľber Straftaten (g√ľltig seit 22.03.2017)

In der Berichterstattung √ľber Straftaten ist darauf zu achten, dass die Erw√§hnung der Zugeh√∂rigkeit der Verd√§chtigen oder T√§ter zu ethnischen, religi√∂sen oder anderen Minderheiten nicht zu einer diskriminierenden Verallgemeinerung individuellen Fehlverhaltens f√ľhrt. Die Zugeh√∂rigkeit soll in der Regel nicht erw√§hnt werden, es sei denn, es besteht ein begr√ľndetes √∂ffentliches Interesse. Besonders ist zu beachten, dass die Erw√§hnung Vorurteile gegen√ľber Minderheiten sch√ľren k√∂nnte.
Ihre Hamburger Allgemeine Rundschau benennt das Kind beim Namen. Wenn ein T√§ter aus Afghanistan, der T√ľrkei oder beispielsweise Pakistan kommt, wird es so auch erw√§hnt. Schlie√ülich erw√§hnen wir auch, aus welchem Teil Deutschlands oder Stadtteil Hamburgs ein deutscher Straft√§ter kommt.