Anpacken für mehr Artenvielfalt in Hamburg

Ein Frosch in freier Natur. Symbolfoto: FoTe-Press

(ha). Am Sonnabend, den 24. November 2018, wird für mehr Artenvielfalt an Hamburgs Bächen angepackt: Der NABU Hamburg veranstaltet in Kooperation mit dem Bezirksamt Wandsbek ab 10 Uhr einen Bach-Aktionstag. Um wertvolle Lebensräume für Insekten und Vögel zu erhalten, wird ein Teil des Ufers an der Seebek und angrenzende Feuchtbiotope von invasiven Brombeeren befreit. Der bearbeitete Bereich wird im Anschluss mit einer vielfältigen Ufersaatmischung neu eingesät. „Gewässerrandstreifen machen einen Großteil der Gewässerlebensräume aus. Diese muss man stetig betreuen und für ihren Schutz sorgen“, erklärt Fritz Rudolph, Referent für Gewässerschutz beim NABU-Hamburg. „Sie tragen maßgeblich zum Insektenschutz bei, wenn die Vielfalt der Pflanzen und Tiere erhalten bleibt.“ Insekten erbringen elementare Ökosystemleistung. Sie helfen bei der Gewässerreinigung und dienen etlichen Tieren wie Fischen, Vögeln und Amphibien als Nahrungsgrundlage im und am Gewässer. Interessierte Bürger sind herzlich eingeladen, beim Bach-Aktionstag mitzuhelfen.

Der Einsatz findet am 24. November von 10 bis etwa 15 Uhr statt. Material, Werkzeug sowie einen kleinen Imbiss stellt der NABU Hamburg für alle Helfer bereit. Freiwillige Helfer jeden Alters, gerne auch Familien mit Kindern (ab 6 Jahren) oder Jugendliche, sind herzlich eingeladen, bei diesem Vorhaben mitzumachen. Vorkenntnisse sind nicht notwendig. Lediglich feste Kleidung und Regenschutz sind mitzubringen. Wer mitmachen möchte, meldet sich bitte für den Aktionstag an. Dabei wird der genaue Treffpunkt bekannt gegeben. Kontakt: Fritz Rudolph, NABU Hamburg, Telefonnummer 040/69 70 89 37, E-Mail: Rudolph@NABU-Hamburg.de


Modedesigner macht XXL-Selfie im noblen Alsterhaus

Ja wo ist er denn? Stardesigner Guido Maria Kretschmer suchte das Bad in der Menge und machte nicht nur ein XXL-Selfie mit mehreren Fans, sondern auch noch Einzelfotos. Fotos: Röhe

(mr). Es sollte das größte Selfie mit seinen Fans werden, das es bislang gab und dieser Wunsch erfüllte sich offenbar auch. Denn als Stardesigner Guido Maria Kretschmer um Punkt 13 Uhr vom zweiten in den ersten Stock des Alsterhauses die Treppe herunter lief, warteten bereits mehrere Hundert Fans und begrüßten ihn mit einem donnernden Applaus. Der 53-jährige Guido Maria Kretschmer stürzte sich direkt ins Getümel und machte sowohl ein XXL-Seflie mit seinen Hamburger Fans, als auch einzelne Selfies. Wer glaubt, es waren nur Frauen anwesend, der irrt. Gut gelaunt und lässig in blauem Anzug posierte der Stardesigner auch immer wieder zwischen Männern, die ein Foto mit sich und dem Designer schießen wollten. „Ich habe lange auf diesen Moment hingefiebert. Jetzt genieße ich diesen Moment“, sagte Kretschmer. Wer sich nicht einreihen und sich mit dem „echten“ Stardesigner ablichten wollte, der konnte sich neben einer lebensgroßen Figur aus Pappe stellen. Wer so ein Selfie auf seinem Smartphone an der Kasse vorzeigen konnte, bekam sogar einen Rabatt von 20 Prozent.

Aber warum kam Guido Maria Kretschmar überhaupt nach Hamburg und machte dieses riesengroße Selfie? Er wollte die Werbetrommel für die erste Ausgabe seines Frauenmagazins namens „Guido“ rühren. Das Magazin ist ab sofort im Handel und konnte natürlich auch vor Ort gekauft und von Kretschmer persönlich unterschrieben werden.

Es handelt sich um ein Frauenmagazin, das die Frauen liebt – der Claim des neuen Magazins lautet: „Eine von Euch“.  Der „Shopping Queen“-Moderator (links im Bild mit der ersten Ausgabe seines Magazins)  bezeichnet das Heft im Editorial selbst als „die Guido“. Herausgegeben wird das Magazin vom Verlag Gruner + Jahr, der seinen Sitz direkt am Hamburger Hafen hat. Es startet mit einer Auflage von 250.000 Exemplaren und soll künftig zehn Mal im Jahr publiziert werden.

Übrigens: Fans von Guido Maria Kretschmer sollten ihr Smartphone oder Autogramm-Buch startklar halten: am Freitag, dem 26. Oktober 2018 ist er ab 16.30 Uhr im Haus der Photographie an den Deichtorhallen zu sehen. Dort gibt es eine Vernissage eines großen Modekonzerns. Auch Palina Rojinski und Gabo sind mit dabei.


Polizei gibt Tipps zum Einbruchschutz

Ein Einbrecher am Werk. Symbolfoto: FoTe-Press

(ha). Anlässlich des bundesweiten Tags des Einbruchschutzes öffnet die Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle (LKA FSt 33) am kommenden Sonntag (28. Oktober 2018) ihre Türen. „Nach wie vor ist die Bekämpfung des Wohnungseinbruchs ein Schwerpunktthema der Polizei Hamburg“, teilt die Ermittlungsbehörde mit. In der Zeit von 11 bis 17 Uhr können Besucher ohne vorherige Terminabsprache einen Rundgang durch die Ausstellung machen und Gespräche mit Experten führen. Dabei kann sich jeder intensiv, umfassend und produktneutral über die Möglichkeiten des Einbaus von Sicherungstechnik informieren. Zudem besteht zwischen 13 und 15 Uhr die Gelegenheit, Vorträge zum Thema „Einbruchschutz“ zu besuchen. Der 28. Oktober 2018 ist auch der bundesweite Tag des Einbruchschutzes. Unter dem Slogan „Eine Stunde mehr für mehr Sicherheit“ wird die
Zeitdifferenz der Umstellung von Sommer- auf Winterzeit symbolisch genutzt und zur Erhöhung der individuellen Sicherheit eingesetzt.

Anschrift: Caffamacherreihe 4 (am Standort des Polizeikommissariats 14).


Tricksereien beim „Tatort“-Dreh mit Wotan Wilke Möhring

Dreharbeiten für einen neuen „Tatort“ mit Franziska Weisz und Wotan Wilke Möhring. Foto: Röhe

(mr). Beim Fernsehen wird geschummelt was das Zeug hält. Den besten Beweis zeigen die Dreharbeiten für eine neue Folge der Krimireihe „Tatort“ mit Franziska Weisz und Wotan Wilke Möhring in den Hauptrollen, die noch bis Mitte Oktober in Hamburg und Umgebung gedreht wird.

Die erste Trickserei beginnt mit dem Drehort: In einem Architekturbüro in der Weidestraße im Stadtteil Barmbek wurden die Büros mal eben zu einer Wache der Autobahnpolizei umgebaut. Ein Empfangstresen mit der Aufschrift „Autobahnpolizei Niedersachsen“ begrüßt die Gäste. An den Schreibtischen stehen Monitore, Ordner und Schriftstücke mit dem Vermerk „Polizei Niedersachsen“. An einigen Arbeitsplätzen sind kleine Polizei-Modellautos drapiert. Das Großraumbüro an der Weidestraße bildet in der Krimireihe die Basis für die Ermittlungsarbeit der Kommissare Julia Grosz (Franziksa Weisz) und Thorsten Falke (Wotan Wilke Möhring). Hier wird ein Heckenschütze gesucht, der auf einem Autohof auf einen LKW-Fahrer geschossen hat und unerkannt geflüchtet ist.

Architekten als Komparsen

Trickserei Nummer zwei: Die Polizisten, die Falke und Grosz als Ermittlerteam zur Seite stehen, sind in Wirklichkeit die Architekten. Im richtigen Leben befassen sie sich mit der technischen, wirtschaftlichen, funktionalen und gestalterischen Planung und Errichtung oder Änderung von Gebäuden und Bauwerken – nach den Schüssen auf den LKW-Fahrer kümmern sie sich jetzt um das Umfeld der Spedition und versuchen heraus zu bekommen, ob es sich bei dem Täter um einen psychisch gestörten Einzeltäter oder um eine Auseinandersetzung im Truckermilieu handelt.

Filmfahrzeuge als Polizeistreifenwagen

Trickserei Nummer drei: Die Polizeifahrzeuge, die in der Folge im kommenden Jahr in der ARD zu sehen sein werden, sind in Wirklichkeit keine. Eine Verleihfirma von Einsatzfahrzeugen bietet Filmproduzenten an, für einen bestimmten Zeitraum solche Fahrzeuge einzusetzen. Wenn das Fiilmteam den Drehort ändert, müssen die Aufschrift „Polizei“ und das Blaulicht abgedeckt sein. Auch die Filmkennzeichen werden durch richtige, amtlich zugelassene Kfz-Zeichen ersetzt. Apropos Kennzeichen: bei einem Film-Polizeifahrzeug ist das Filmkennzeichen WL PI 9834 zu sehen. WL steht für Winsen an der Luhe. Die weitere Buchstaben- und Zahlenkombination gibt es allerdings nicht bei der Polizei Niedersachsen. Fahrzeuge der niedersächsischen Polizei haben die Nummern 3 oder 7, nicht 9. Es gibt aber Bundesländer, in denen auch Polizeifahrzeuge eine 9 als erste von drei Zahlen haben. Dazu zählen unter anderem Hessen.

Trickserei Nummer vier: Unabhängig vom Wetter wird die Folge in der vorgegebenen Zeit gedreht. Dabei kann es schon mal sein, dass es an einem Tag regnet, am Tag darauf die Sonne scheint. Um Sonne zu simulieren, werden bei Dreharbeiten riesige Scheinwerfer eingesetzt. Und es gibt auch folgende Situation: Nachtszenen werden am Tage gedreht. Damit der Fernsehzuschauer nichts mitbekommt, werden kurzerhand sämtliche Fenster mit schwarzen Vorhängen verhüllt.

Neben Wotan Wilke Möhring und Franziska Weisz stehen Milan Peschel, Levin Liam, Charlotte Lorenzen und Oana Solomon vor der Kamera. Das Buch schrieb Oke Stielow. Unter Leitung von Regisseur Stephan Rick entsteht bis zum 12. Oktober 2018 in Hamburg und Umgebung die sechste Folge mit dem Ermittler-Duo Falke und Grosz. Das Erste zeigt den NDR „Tatort: Kollateralschaden“ voraussichtlich im kommenden Jahr.