Auszubildender bestiehlt den eigenen Chef

Ein Streifenwagen der Polizei. Foto: FoTe-Press

(ha/np). Das schlimmste fĂŒr ein Unternehmen sind DiebstĂ€hle von eigenen Mitarbeitern. Einem Online-VersandhĂ€ndler ist dies passiert – Diebstahl im Werte von etwa 20.000 Euro steht im Raum! Im Verdacht steht ein Auszubildender. Bei ihm zu Hause wurden derart viele Beweismittel gefunden, dass die Durchsuchung mehrere Stunden dauerte, wie die Polizei mitteilt.

Im November wurde durch den GeschĂ€ftsfĂŒhrer des betroffenen Versandhandels eine Strafanzeige erstattet, weil der Azubi seit Jahresbeginn insbesondere Schuhe und Bekleidung namhafter Hersteller aus dem Lager entwendet und spĂ€ter im Internet zum Verkauf angeboten haben soll. Der Schaden war aufgrund von Unstimmigkeiten bei den LagerbestĂ€nden aufgefallen.

Beamte des Landeskriminalamts 131 haben daraufhin die Ermittlungen gegen den 26-jÀhrigen Deutschen aufgenommen und die Staatsanwaltschaft erwirkte beim Ermittlungsrichter einen Durchsuchungsbeschluss.

Am vergangenen Donnerstag durchsuchten die Ermittler dann fast sechs Stunden lang das Haus des Mannes in Billstedt. Hierbei fanden sie das mutmaßliche Stehlgut: Sie stellten unter anderem ĂŒber 750 Paar Schuhe sowie BekleidungsstĂŒcke, Taschen und RucksĂ€cke als Beweismittel sicher.

Der Mann legte gegenĂŒber den Ermittlern spĂ€ter ein GestĂ€ndnis ab. Er verblieb mangels HaftgrĂŒnden auf freiem Fuß.

Nach den ersten Erkenntnissen soll durch die DiebstĂ€hle ein Schaden in Höhe von etwa 20.000 Euro entstanden sein. Die abschließenden Ermittlungen dauern an.


Polizei schnappt Taschendieb zweimal – U-Haft!

(ha). Am frĂŒhen Sonntagmorgen (1. Dezember 2019) wurde ein Taschendieb auf St. Pauli gleich zweimal auf frischer Tat ertappt. Der Mann kommt vor einen Haftrichter. Zivilfahnder des Polizeikommissariats 15 beobachteten auf der Reeperbahn, wie der TatverdĂ€chtige einem Mann (20) zwischen die Beine grĂ€tschte, ihn dadurch aus dem Gleichgewicht brachte und sodann dessen Smartphone (Samsung Galaxy Note 4) entwendete. Sie nahmen den auf frischer Tat ertappten Dieb zunĂ€chst vorlĂ€ufig fest und transportierten ihn zum Polizeikommissariat 15. SpĂ€ter wurde der 18-jĂ€hrige Marokkaner, der einen festen Wohnsitz in Buchholz/Nordheide hat, mangels HaftgrĂŒnden wieder auf freien Fuß entlassen.

Nach seiner Entlassung aus dem Polizeigewahrsam beobachteten die Fahnder gegen kurz nach fĂŒnf Uhr dann, wie der 18-JĂ€hrige in der Schmuckstraße mit gleicher Masche einem weiteren Mann (35) das Smartphone (Xiaomi) und das Portemonnaie stahl. Nach kurzer Verfolgung nahmen sie ihn daher erneut vorlĂ€ufig fest.

Auf eine erneute Entlassung durch die Polizei konnte der TatverdĂ€chtige nicht setzen: Ermittler des Kriminaldauerdienstes (LKA 26) fĂŒhrten ihn nun wegen des Verdachts der Flucht- und Wiederholungsgefahr einem Haftrichter zu.


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Hinweis der Hamburger Allgemeinen Rundschau:
GemĂ€ĂŸ der Richtlinien des Deutschen Presserates heben wir in unseren Berichten (insbesondere bei Polizeimeldungen) die NationalitĂ€t einer Person nicht hervor. Im Pressekodex heißt es: „Niemand darf wegen seines Geschlechts, einer Behinderung oder seiner Zugehörigkeit zu einer ethnischen, religiösen, sozialen oder nationalen Gruppe diskriminiert werden.“

Richtlinie 12.1 – Berichterstattung ĂŒber Straftaten (gĂŒltig seit 22.03.2017)

In der Berichterstattung ĂŒber Straftaten ist darauf zu achten, dass die ErwĂ€hnung der Zugehörigkeit der VerdĂ€chtigen oder TĂ€ter zu ethnischen, religiösen oder anderen Minderheiten nicht zu einer diskriminierenden Verallgemeinerung individuellen Fehlverhaltens fĂŒhrt. Die Zugehörigkeit soll in der Regel nicht erwĂ€hnt werden, es sei denn, es besteht ein begrĂŒndetes öffentliches Interesse. Besonders ist zu beachten, dass die ErwĂ€hnung Vorurteile gegenĂŒber Minderheiten schĂŒren könnte.
Ihre Hamburger Allgemeine Rundschau benennt das Kind beim Namen. Wenn ein TĂ€ter aus Afghanistan, der TĂŒrkei oder beispielsweise Pakistan kommt, wird es so auch erwĂ€hnt. Schließlich erwĂ€hnen wir auch, aus welchem Teil Deutschlands oder Stadtteil Hamburgs ein deutscher StraftĂ€ter kommt.