BetrĂŒger geben sich als Mitarbeiter der Tafel aus

Eine U-Bahn der Linie 3 in Höhe der Haltestelle Baumwall. Symbolfoto: Röhe

(mr). Erneut macht eine dreiste Betrugsmasche in Hamburg ihre Runde – im wahrsten Sinne des Wortes. Auf einigen U- und S-Bahnen-Linien geben sich BetrĂŒger als Mitarbeiter der Hamburger Tafel aus und sammeln Geld- und Sachspenden. Allerdings handelt es sich bei diesen Personen nicht um Mitarbeiter der Tafel, sondern um BetrĂŒger. In den vergangenen Tagen hĂ€tten nach Angaben von mehreren FahrgĂ€sten mehrere MĂ€nner um Geld- oder Sachspenden fĂŒr die Hamburger Tafel gebettelt. Die Hamburger Tafel ist zwar auf Spenden angewiesen, sammelt jedoch in keinem Fall Spenden in den Fahrzeugen des Hamburger Nahverkehrs, wie der gemeinnĂŒtzige Verein mit Sitz in der Bramfelder Straße betont. „Diese Sammler sind nicht fĂŒr die Hamburger Tafel im Einsatz! Wir sind zu 100 % auf Spenden angewiesen, werden aber nie in öffentlichen Verkehrsmitteln sammeln“, schreibt ein Mitarbeiter als Kommentar eines Facebook-Eintrags. Seit 1994 hilft die Hamburger Tafel und verteilt an 22 Ausgabestellen wöchentlich etwa 35 Tonnen Lebensmittel an BedĂŒrftige. Wer dem Verein helfen möchte, sollte keinesfalls Personen in U- und S-Bahnen Geld- oder Sachspenden aushĂ€ndigen, sondern sich direkt an die Hamburger Tafel wenden. Einzelheiten finden Sie hier. Allgemeine Hinweise zu dem Verein finden Sie hier. Unterdessen meldet sich die S-Bahn zu Wort. „Wir hatten in den vergangenen Monaten eine hohe Beschwerdelage ĂŒber aggressiv auftretende Musiker in den S-Bahnen“, sagt Egbert Meyer-Lovis, Sprecher der Deutschen Bahn. Die S-Bahn Hamburg GmbH ist eine Tochergesellschaft der Deutschen Bahn und betreibt Hamburgs S-Bahn-Linien. FahrgĂ€ste, die sich generell von Bettlern gestört fĂŒhlen, können sich telefonisch an den Kundendialog der S-Bahn Hamburg (040 / 39 18 43 85) oder die Bundespolizei (kostenlose Hotline: 0800 / 688 80 00) wenden. Generell ist das Betteln oder Sammeln von Spenden nur mit der Genehmigung des Verkehrsunternehmens erlaubt. Diese liegt jedoch in den meisten FĂ€llen nicht vor.


Der Reisetipp Ihrer Hamburger Allgemeinen Rundschau

Eine Tagesfahrt ins Schwedische Malmö 
Urlaub, mach mal Urlaub” – ganz nach dem Motto des Schlagers von Ulla Norden ist es ein Leichtes, mal eben einen Abstecher in Schwedens drittgrĂ¶ĂŸte Stadt zu machen: nach Malmö. Möglichkeiten gibt es viele. Vom Hamburger Hauptbahnhof aus fĂ€hrt ein Schnellzug direkt bis nach Kopenhagen. Von dort ist es quasi nur ein Katzensprung, mit der Bahn ĂŒber die ÖresundbrĂŒcke zu fahren. Eine Alternative bietet die FĂ€hrverbindung von Puttgarden nach RĂždbyhavn (DĂ€nemark). Von dort geht es ĂŒber Kopenhagen ebenfalls ĂŒber die ÖresundbrĂŒcke nach Malmö.

Die Schiffsfahrt fĂŒhrt unter die knapp drei Kilometer lange ÖresundbrĂŒcke kurz vor Malmö.

Wem allerdings die lange Zug- oder Autofahrt gar nicht liegt, kann auf eine weitere Alternative zurĂŒckgreifen: von LĂŒbeck-TravemĂŒnde gibt es eine Direktverbindung nach Malmö. Mit der FĂ€hre von Finnlines dauert die Fahrt etwa neun Stunden – der Autofahrer kann sich wĂ€hrend der Überfahrt in einer der 190 Kabinen bestens ausruhen. Tipp: tĂ€glich startet eine der insgesamt drei FĂ€hren um 22 Uhr in TravemĂŒnde und kommt morgens um 7 Uhr in Malmö an. Nach einem Abendessen im bordeigenen BĂŒfett-Restaurant oder einem Besuch in der Sauna, im Fitnessraum oder beispielsweise im Schwimmingpool, kann sich der Fahrgast in der großzĂŒgigen Kabine ausruhen. WĂ€hrend der neunstĂŒndigen Fahrt, mit StĂ€rkung und ausreichend Schlaf, kommt der Körper zur Ruhe. Entspannt und ausgeruht kann der Besuch der knapp 300.000-Einwohner-Metropole um 7 Uhr (gleich nach dem Anlegen) gestartet werden.

Der FĂ€hranleger liegt nur wenige Minuten vom Stadtkern entfernt. Die Innenstadt deckt alles ab, was das Herz begehrt: große Shopping-Malls, viele MarktplĂ€tze mit kleinen LĂ€den im Retro-Design und fast unzĂ€hlige Restaurants. Zu den bekanntesten SehenswĂŒrdigkeiten in Malmö gehört der gedrehte Hochhausturm, der Turning Torso. Auch der Folkets Park, das Schloss Malmöhus, der historische Schlosspark und die Kunsthalle sollten besichtigt werden. Wer sich allerdings das lĂ€ndliche sĂŒdwestliche Schweden anschauen möchte, kann einen Abstecher nach Lund, Vellinge oder zum Beispiel Landskrona machen machen. Landskrona (Heimat von Siw Malmkvist) ist eine gemĂŒtliche kleine Stadt, die direkt am Öresund liegt. Dort gibt es ein kleines Fischerdorf, das besichtigt werden kann. Fast endlos können am Strand SpaziergĂ€nge absolviert werden. Wenn dann der Hunger ruft, gibt es viele Möglichkeiten zu leckeren Fischgerichten. Wieder zurĂŒck in Malmö sollte nun der Westhafen angeschaut werden. Dort erlebt man richtige HafenatmosphĂ€re und sieht die Schiffe beim Ein- oder Auslaufen. SelbstverstĂ€ndlich lockt die Altstadt mit ihren zahlreichen kleinen PlĂ€tzen und Hinterhöfen. Abends geht es dann wieder zurĂŒck nach LĂŒbeck-TravemĂŒnde. PĂŒnktlich um 22 Uhr legt die FĂ€hre von Finnlines wieder ab und erreicht am nĂ€chsten Morgen gegen 7 Uhr den Hafen. Ein schöner Kurzurlaub geht zuende. Weitere Information zur gemĂŒtlichen Stadt Malmö finden Sie unter www.malmo.se. Informationen zu den Abfahrtzeiten der FĂ€hren von LĂŒbeck-TravemĂŒnde nach Malmö finden Sie unter www.finnlines.de.

   

Bild 1: Der KapitĂ€n der FĂ€hre „Finntrader“ (Reederei Finnlines) beim Einlaufen in den Hafen von Malmö. In der MorgendĂ€mmerung legt das Schiff im Hafen an.

Bild 2: Der KĂŒnstler Stig-Owe Jemseby zeigt einige seiner Werke. Sein Atelier ist in Landskrona.

Bild 3: Mit der Eisenbahn entlang der KĂŒste von Schweden. Eine herrliche Angelegenheit.

Bild4: Der Hafen von Schwedens drittgrĂ¶ĂŸter Stadt Mamö.


185.000 Euro kosten der Stadt ungenutzte Erstaufnahme-Einrichtungen

(mr). Zwar ist seit der Schließung der Balkan-Route der FlĂŒchtlingsstrom gesunken – auch in Hamburg – dennoch kommen jeden Monat mehrere Hundert FlĂŒchtlinge in die Hansestadt. Und weil niemand weiß, ob nicht doch wieder eine grĂ¶ĂŸere Welle in die Hansestadt steuert, hĂ€lt die Stadt Hamburg weiter 3.500 PlĂ€tze als Reserve vor. Dabei handelt es sich meist um Containerdörfer, die an verschiedenen Stellen Hamburgs aufgestellt wurden. Im Prinzip eine durchdachte Sache, wĂ€ren da nicht die hohen Kosten fĂŒr den ungenutzten Leerstand. In einer Mitteilung des Zentralen Koordinierungsstabs FlĂŒchtlinge (ZKF) vom 10. August 2017 heißt es, dass sieben Erstaufnahme-Einrichtungen mit etwa 3.500 PlĂ€tzen derzeit nicht genutzt werden und jeden Monat Kosten von 185.000 Euro dadurch entstehen. Das Ziel sei nun, einen Teil dieser Einrichtungen bis Jahresende aufzugeben. In ganz Hamburg sind nach Angaben des ZKF aktuell 20 Erstaufnahmen in Betrieb. In diesen lebten Ende Juli etwa 5.600 Menschen. Wie es weiter heißt, hielten sich etwa 3.700 von ihnen lĂ€nger als sechs Monate dort auf, obwohl sie gemĂ€ĂŸ gesetzlicher Vorschriften in eine Folgeunterkunft hĂ€tten umziehen mĂŒssen. In insgesamt 122 FolgeunterkĂŒnften standen laut ZKF circa 29.100 PlĂ€tze zur VerfĂŒgung. Im Juli 2017 kamen 694 FlĂŒchtlinge nach Hamburg. Im Juni waren es 610.


Ein Streifenwagen der Polizei im Einsatz. Symbolfoto: Röhe

Unterschied zwischen Gaffer und Pressefotograf

(pp). Wenn Gaffer einen Unfall fotografieren oder mit ihrem Smartphone filmen und hinterher von Polizeibeamten aufgeschrieben und mit einem Verwarnungsgeld belegt werden, fragen sich viele immer „warum darf denn der Pressefotograf Fotos vom Unfallort machen und ich nicht?“

Ihre Hamburger Allgemeine Rundschau klĂ€rt auf: Der Unterschied zwischen Gaffern und Berufsfotografen ist, dass sie wissen, was sie tun.  So werden beispielsweise keine Fotos von Leichen gemacht (höchstens von einer mit Leichentuch abgedeckten Person). Wird eine tote Person zum Beispiel von Feuerwehrleuten geborgen, legen Pressefotografen die Kameras und GerĂ€te auf den Boden oder halten ihre Objektive zu, damit die EinsatzkrĂ€fte sicher sein können, dass niemand Fotos oder Bewegtbilder macht. Auf diese Weise wird ihnen auch Respekt entgegen gebracht. Im ĂŒbrigen ist es ein Zusammenspiel zwischen EinsatzkrĂ€ften und Berufsfotografen – meist fragen die Polizisten nach dem Foto- oder Bildmaterial, welches sie fĂŒr die weiteren Ermittlungen verwenden können. Meist sind sie froh, dass Journalisten UnfĂ€lle dokumentieren. Vor allem: Pressefotografen wissen, wie dicht sie ans Geschehen dĂŒrfen und die Rettungsarbeiten somit nicht behindern. Auch der Abstand zu den Fahrzeugen muss nicht erklĂ€rt werden. Letztendlich ist es gegenseitige Vertrauenssache und ein Geben und Nehmen (wie ĂŒberall im Leben).

Viele Berufsfotografen fragen die Feuerwehrleute, aus welcher Perspektive sie verunfallte Autos fotografieren können, ohne dass Schwerverletzte oder gar Tote zu sehen sind. Außerdem werden Zeugen oder beteiligte Personen, genauso wie Nummernschilder oder Details an Fahrzeugen verpixelt, die RĂŒckschlĂŒsse auf Unfallbeteiligte zulassen. Bevor Fotos veröffentlicht werden, schaut grundsĂ€tzlich der zustĂ€ndige Redakteur nochmal ĂŒber die Fotos. Wichtig: ein Journalist hat die Aufgabe, ĂŒber UnfĂ€lle zu berichten!

Genau hier liegen die Unterschiede: Gaffer halten einfach drauf um die eigene Sensationslust zu befriedigen. Sie posten ihr Material irgendwo im Netz und brĂŒsten sich teilweise damit. Abgebildete Personen sind weder unkenntlich gemacht, noch werden Kennzeichen der Beteiligten verpixelt. Viele Gaffer rĂŒcken den EinsatzkrĂ€ften teilweise sprichwörtlich auf den Pelz – das geht gar nicht!

Übrigens: wenn sich auch Pressefotografen nicht an die Spielregeln halten und Unfallopfer, Zeugen oder andere Beteiligte nicht unkenntlich machen, werden auch sie strafrechtlich belangt, wie der Fall eines Bildjournalisten aus Göttingen zeigt. Pressefotografen wie diese sind aber die Ausnahme. Die meisten wissen, wie sie sich an einer Unfallstelle korrekt zu verhalten haben.

Weitere Infos gibt es hier.


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IT-Gipfel: Hamburg ergreift die Chancen der Digitalisierung

(ha/mr). Hamburg war am 21. Oktober Gastgeber des Nationalen IT-Gipfels 2014. Olaf Scholz, Erster BĂŒrgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg begrĂŒĂŸte Bundeskanzlerin Angela Merkel, Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel und etwa 800 Fachbesucher in der Handelskammer. Im Zentrum des Kongresses stand die Debatte ĂŒber den digitalen Wandel und den Einfluss auf Gesellschaft und Wirtschaft. In einem Exponat zum Thema „Content & Technology“ zeigten ansĂ€ssige Unternehmen, dass sie die Chancen der Digitalisierung im Schulterschluss mit der Stadt ergreifen und mit innovativen Wertschöpfungsmodellen bestens auf den Strukturwandel vorbereitet sind.

Hamburg versteht sich als einen der großen IT-Standorte und nutzt als „Smart City“ die Möglichkeiten, die digitale Anwendungen bieten um Dienstleistungen in ihrer QualitĂ€t zu verbessern oder Ressourcen effizienter zu nutzen. Beispiele dafĂŒr liefern die intelligente Verkehrssteuerung, digitale Bildungsangebote oder die modernsten Logistik-Technologien im Hamburger Hafen. Wie innovationsfreudig die Hamburger Wirtschaft ist, zeigt sich nicht zuletzt in der Medienbranche. Der verstĂ€rkte Einsatz von IT in der Produktion, Vermarktung und Distribution von Medien- und Kreativinhalten hat aufgrund der bedeutenden Rolle der Medien- und Digitalwirtschaft innerhalb der Wirtschaftsstruktur des Standorts eine herausragende Bedeutung fĂŒr die Zukunft.

Deshalb haben 40 namhafte Unternehmern das Thema „Content & Technology“ in einer Regionalen Arbeitsgruppe (RegAG) diskutiert und in einem Papier herausgearbeitet, welche Chancen der Wandel mit sich bringt und wie die Unternehmen diese nutzen können. „Das digitale Reise-Serviceportal ‚Dein Tag in Hamburg‘ zeigt, wie journalistische UnabhĂ€ngigkeit und Markensichtbarkeit durch Content-Marketing effizient kombiniert werden können“, erlĂ€utert Kristian Meinken von der Kommunikationsagentur pilot die innovative Medienmarke. Das Digitalmagazin, das schnelle und einfach Orientierung in der Stadt bietet, verdeutlicht die Vertikalisierung der Wertschöpfungskette durch die Zusammenarbeit von Medien- und Markenredaktion sowie die zeitgleiche Auswertung von Nutzungsdaten durch den Einsatz moderner Technologie. „Modelle wie im gezeigten Show Case werden vor allem dann möglich, wenn es Unternehmen gelingt, exzellente Inhalte mit exzellentem technischem Wissen zu vereinen“, stellt Meinolf Ellers, dpa-infocom fest. Als genereller Trend liegt zugrunde, dass „zukĂŒnftig Inhalteanbieter vermehrt zu Technologieunternehmen werden und anders herum Technologieunternehmen mehr und mehr Inhalte anbieten“, weiß Jochen Toppe, CoreMedia AG zu ergĂ€nzen.

Die Unternehmen in Hamburg haben die Herausforderung des Strukturwandels erkannt und sind entschlossen, den neuesten Entwicklungen im Markt mutig, mit Erfindungsreichtum und Unternehmergeist zu begegnen. Damit haben Inhalteproduzenten, IT-Unternehmen und Nutzer gemeinsam die Chance, einen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandel zu gestalten. Der Standort ist fĂŒr diese Entwicklung sehr gut aufgestellt, denn Hamburg verfĂŒgt ĂŒber eine große Vielfalt an kreativen Inhalte-Produzenten genauso wie ĂŒber eine breit aufgestellte innovative Technologieindustrie. Die Stadt kĂŒmmert sich medienpolitisch um angemessene Rahmenbedingungen und initiiert vergleichbare Dialoge ĂŒber die Chancen und Risiken der Digitalisierung auch in weiteren Branchen. Als Austragungsort des IT-Gipfels bietet Hamburg somit die ideale Möglichkeit zur Diskussion der politischen und wirtschaftlichen Begleitung der Digitalen Agenda der Bundesregierung und wird sich aktiv an der Neuausrichtung des Gipfels beteiligen.

Die Regionale Arbeitsgruppe Hamburg ist eine von insgesamt acht AGs, die im Rahmen des Nationalen IT-Gipfels 2014 verschiedene Themen und Thesen entwickeln und diese am Angela Merkel und Sigmar GabrielGipfeltag prĂ€sentieren. Unter dem Thema „Content & Technology“ evaluieren Vertreter der Hamburger Medienpolitik und –verwaltung sowie Vertreter der fĂŒhrenden Hamburger Medien und Technologie-Unternehmen die Chancen, die sich aus dem Strukturwandel in den beiden Branchen ergeben.

Von links: Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel, Hamburgs Erster BĂŒrgermeister Olaf Scholz und Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der Ankunft des IT-Gipfels 2014 in Hamburg. Foto: FoTe-Press


Interview mit TV-Moderatorin Birgit Schrowange

Birgit SchrowangeBirgit Schrowange beim Fotoshooting fĂŒr die ADLER ModemĂ€rkte 

(mr). Sie ist das Gesicht der Adler ModemĂ€rkte und kam am 7. MĂ€rz 2012 anlĂ€sslich eines Fotoshootings der Modekette ins Lichtwerk nach Hamburg-Altona: Birgit Schrowange. Ihre Hamburger Allgemeine Rundschau sprach mit der beliebten RTL-Moderatorin ĂŒber Hamburg, Mode und Zuschriften von Fernsehzuschauern bezĂŒglich ihrer Kleidung.

Wenn Sie fĂŒr so ein Fotoshooting extra aus Köln angereist kommen, machen Sie auch einen Stadtbummel durch Hamburg?
Aber sicher. Hamburg ist eine schöne Stadt. Ich liebe den Hafen und die historische Altstadt Hamburgs. Gestern war ich im Fischrestaurant „Henssler & Henssler“ direkt am Hafen essen – auch das gehört bei meinem Hamburg-Besuch einfach dazu. 
Was gefÀllt Ihnen an Hamburg?
Es sind die netten Menschen, die hier leben. Und das viele Wasser: Elbe, Alster und die zahlreichen Fleeten. Es ist eine sehr schöne AtmosphÀre in Hamburg. Mich faszinieren vor allem die Altbauten und Villen, die Hamburg zu bieten hat. 
Wo ĂŒbernachten Sie denn?
Ich bin in einem Hotel in der Innenstadt untergebracht. Von dort sind es nur wenige Schritte und ich bin im Herzen von Hamburg. 
Birgit SchrowangeBekommen Sie viele Zuschriften von Fernsehzuschauern, die Sie zu Ihrem Outfit befragen?
Ja, das kommt hÀufig vor. Vor allem Frauen schreiben mich an und fragen, von welchem Modeunternehmen ich meine Kleidung hab. 
Wer bestimmt denn, was Sie in Ihren TV-Sendungen tragen?
Wir haben eine Styling-Abteilung, mit der ich meine KleidungsstĂŒcke abstimme. 
Wer hat dabei das letzte Wort?
Letztendlich entscheide ich, was ich trage. Aber meine Stylistin und ich sind ein Team und wir treffen immer gemeinsam den richtigen Geschmack.
Was bekommen Sie noch fĂŒr Zuschriften? 
Meist fragen mich die Menschen danach, wie ich es schaffe mit ĂŒber 50 so jung auszusehen. Dann gebe ich denen meist einen kleinen Tipp.
Haben Sie einen Tipp als Beispiel?
Ich treibe viel Sport, bin gut gelaunt und sehr optimistisch eingestellt. Das macht eine ganze Menge aus. Mit dieser Einstellung hĂ€lt man sich geistig fit und das ĂŒbertrĂ€gt sich dann auch auf das Äußere. Schön finde ich in diesem Zusammenhang auch den Satz von Erika Pluhar „Jugend ist keine Frage des Alters“. 
Sie sind Markenbotschafterin des Modeunternehmens „Adler“. Tragen Sie immer ein komplettes Outfit von „Adler“?
Ich finde es immer phantasielos, wenn jemand komplett in Designerklamotten eingekleidet ist. Das Beste ist doch, wenn man es wunderbar mit verschiedenen KleidungsstĂŒcken kombiniert. Die Mischung macht es doch. 
Haben Sie ein LieblingskleidungsstĂŒck?
Ich liebe meine blaue Jacke aus der Abteilung „My Owne“ von Adler. 
Warum genau diese Jacke?
Es ist eine blaue Lederjacke – ich trage sehr gerne Lederjacken. Außerdem macht sie gute Laune, ist schnittig und passt wunderbar zu meiner Augenfarbe. Das blau der Lederjacke passt wunderbar zu dem blau meiner Augen. Einfach klasse. 
Das Wort Lederjacke erweckt den Eindruck, sie wĂŒrde viel kosten. Stimmt das?
Mode muss nicht viel kosten. QualitĂ€t gibt es auch zu gĂŒnstigen Preisen und meist sprechen mich die Menschen auf Roten Teppichen an und sind erstaunt, wenn ich denen Preis und Unternehmen verrate. 
Was kostet denn Ihre blaue Lederjacke?
Birgit Schrowange im InterviewDie gibt es in blau fĂŒr 159,99 Euro und in schwarz fĂŒr 169,99 Euro. 
Vielen Dank fĂŒrs Kurzinterview und viel Spaß noch beim weiteren Fotoshooting hier in Hamburg.

Das Interview mit Moderatorin Birgit Schrowange fĂŒhrte Matthias Röhe (auf dem Foto rechts).


Semino Rossi: „Ich hatte nur ein Ziel: ich wollte immer berĂŒhmt werden“

Semino Rossi(mr). Mit Titeln wie „Granada“, „Tausend Rosen fĂŒr Dich“ oder beispielsweise „Einmal Ja gesagt – fĂŒr immer Ja gesagt“ bezaubert er sein Publikum: Semino Rossi. Sein Werdegang ist grandios. Als junger Mann wandert er nach Spanien aus und agiert monatelang als StraßenkĂŒnstler. Aus heiterem Himmel bekam der Balladen-Experte dann ein Engagement in einem großen Hotel im österreichischen Innsbruck. Dort sollte Semino Rossi auf einer Geburtstagsfeier eines bekannten Musikproduzenten auftreten. Das Wunder nahm seinen Lauf: Der Produzent war von seiner Stimme so angetan, dass er ihm prompt vorschlug, ein Album zu produzieren. Rossi nahm Deutsch-Unterricht in Österreich und hatte kurz darauf Auftritte im Deutschen Fernsehen – mit durchschlagender Wirkung. Mittlerweile ist Semino Rossi aus dem deutschen SchlagergeschĂ€ft gar nicht mehr wegzudenken. Matthias Röhe traf vor einiger Zeit Semino Rossi bei einer Gala im Friedrichstadtpalast in Berlin und hatte vor der Veranstaltung die Möglichkeit, ein kurzes Interview mit dem KĂŒnstler zu fĂŒhren.

Semino, du bist mehrfach mit Platin und Gold ausgezeichnet worden. Du gehörst eindeutig zu den großen Stars der Schlagerbranche. Wie gehst du damit um?
Ich freue mich wirklich sehr, so viele Preise zu bekommen. Ein wahnsinniges und wunderschönes GefĂŒhl – ich freue mich wirklich sehr. Ich bin sehr glĂŒcklich und vorallem auch dankbar fĂŒr diese tollen Erfolge. 
Die Ereignisse ĂŒberschlugen sich ja vor einigen Jahren bei dir. Zuerst wurdest du fĂŒr eine Geburtstagsfeier eines Produzenten engagiert, dann folgten gleich Fernsehauftritte. Das war doch richtig GlĂŒck?
Ja, auf jeden Fall! Ich hatte großes GlĂŒck, damals im Fernsehen auftreten zu dĂŒrfen. Ich war immerhin schon ĂŒber 40 Jahre alt – normalerweise geben die einem Newcomer in diesem Alter keine Chance mehr.
Wirklich erstaunlich, dass man dich mit damals – ich glaube 43 Jahren – auf die BĂŒhne gelassen hatte.
Das stimmt. Mein erster Fernsehauftritt im deutschen Fernsehen war in der Karl Moik-Sendung am 22. Mai 2005. Durch diese Sendung kam meine Musikkarriere so richtig ins Rollen. Und die Reakionen vom Publikum waren super. Aber es war nicht nur GlĂŒck dabei. FĂŒr diesen Auftritt habe ich viel getan! Ich war sehr gut vorbereitet. Ich habe in Innsbruck extra zwei Jahre lang Deutsch gelernt. Das war nicht ohne! 
Semino RossiWas gibt es fĂŒr neue Projekte bei dir?
Es wird bald einen Film geben. Eine deutsche Firma aus der Filmbranche interessiert sich sehr fĂŒr mein Leben. Und ich werde in dem Film eine wahre Geschichte aus meinem Leben erzĂ€hlen. Ich habe 18 Tage in meinem Auto geschlafen und noch viele verrĂŒckte Sachen mehr. Ich habe so viel schon gemacht.
Dabei war es doch ĂŒberhaupt nicht geplant, deutsche Lieder zu singen, oder?
Genau. Ich hab eigentlich niemals daran gedacht, deutsche Schlager zu singen. Ich wollte ja eigentlich in Spanien bleiben. Spanisch konnte ich ja – aber die deutsche Sprache ĂŒberhaupt nicht. Die musste ich extra lernen! (lacht) 
Du hattest also von Anfang an vor, berĂŒhmt zu werden?
Ja! Ich hatte nur ein Ziel: ich wollte immer berĂŒhmt werden. Und ich habe alles dafĂŒr getan. Das kann jeder schaffen – es ist eine reine Kopfsache. Es gibt ja diese Serie in Amerika „Vom TellerwĂ€scher bis zum MillionĂ€r“. Das geht alles, es ist eine reine Kopfsache. Das muss du selbst entscheiden. Nicht deine Familie oder wer auch immer. Du ganz allein kannst deine Ziele erreichen, wenn du willst. 
Wenn du singst, klingt es richtig profesionell. War das schon von Geburt an oder hast du eine richtige Gesangsausbildung absolviert?
Nein, ich bin ein richtiges Naturtalent. Ich hatte keine Gesangsausbildung. Meine Stimme ist mir von Gott mitgegeben worden und ich bin sehr dankbar dafĂŒr. 
Beherrscht du auch ein Musikinstrument?
Bis jetzt noch nicht. Aber ich bin dabei, Gitarre spielen zu lernen. Wenn sich ein SÀnger selbst wÀhrend seiner Auftritte begleiten kann, ist es doch besser. Er ist dann unabhÀngiger. Und das ist mein nÀchstes Ziel: Gitarre spielen zu können. 
Semino, ich danke dir dafĂŒr, dass du dir kurz Zeit fĂŒr dieses Interview genommen hast. Vielen Dank.