Coronavirus: Hafengeburtstag 2020 fällt aus

Der Hafengeburtstag zieht jedes Jahr mehrere Hunderttausend Besucher an, die zu Wasser, in der Luft und an Land den Hafen feiern. Foto: FoTe-Press

(ha). Der diesjährige Hafengeburtstag kann nicht wie geplant vom 8. bis zum 10. Mai stattfinden. Das teilt die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation mit. Die Gesundheitsämter der zuständigen Bezirksämter haben vor dem Hintergrund der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus das Volksfest mit einer heutigen Verfügung untersagt.

Bei Volksfesten wie dem Hafengeburtstag ist zu berücksichtigen, dass bei größeren Menschenmengen eine latente und erhöhte Gefahr einer Ansteckung besteht. Jede Nichtdurchführung einer solchen Veranstaltung dient dem Schutz der Bevölkerung, da sie eine Ansteckung einer größeren Anzahl von Menschen verzögern kann. Die dadurch zu erreichende Verzögerung des Eintritts von weiteren Infektionen ist erforderlich, um das Gesundheitswesen nicht zu überlasten und die erforderlichen Kapazitäten für die Behandlung der Erkrankten, aber auch sonstiger Krankheitsfälle bereit zu halten.

Das Domreferat der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation beziehungsweise die Veranstaltungsbeauftragte, die Hamburg Messe und Congress GmbH, haben bereits zur Klärung des weiteren Vorgehens mit allen Akteuren des Hafengeburtstages Kontakt aufgenommen.


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Hamburger Bezirksämter: Weitgehendes Runterfahren des Publikumsverkehrs

(ha). Die Hamburger Bezirksämter weiten vor dem Hintergrund der Empfehlungen zur Coronavirus-Bekämpfung einerseits die telefonische Erreichbarkeit aus, fahren aber andererseits den Publikumsverkehr vorsorglich ab morgen früh und bis auf Weiteres deutlich herunter. Dieses hat Finanz- und Bezirkssenator Andreas Dressel heute (16. März 2020) mit den Leitungen der Hamburger Bezirksämter gemeinsam entschieden.

Finanz- und Bezirkssenator Andreas Dressel: „Es war uns ein besonderes Anliegen, die Funktionsfähigkeit der Bezirksämter im Hinblick auf die bürgerrelevanten Kernfunktionen und die Daseinsvorsorge in Hamburg unbedingt sicherzustellen. Die Bürgerinnen und Bürger der Stadt müssen in der Gewissheit durch diese Krise gehen, dass die öffentliche Verwaltung weiter funktioniert.  Gleichzeitig muss es darum gehen, eine weitere Verbreitung des Virus beispielsweise durch Übertragung in Wartebereichen einzudämmen. Dies dient gleichzeitig dem Schutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der Bürgerinnen und Bürger. Hier haben wir heute sehr differenzierte Regelungen gefunden, für die wir um Verständnis bitten.“

So bleiben die sieben zentralen Kundenzentren (in den Bezirksämtern) sowie die Kundenzentren Langenhorn und Billstedt weiterhin geöffnet – allerdings nur für wirklich dringliche Fälle und nur für Terminkunden. Spontankunden werden auf einen möglichen Notfall befragt. Anträge auf Ausstellung von Personalausweisen und Reisepässen werden bis auf weiteres zurückgestellt, soweit ein Ausweisdokument vorhanden ist. Vor diesem Hintergrund wird es zu Terminabsagen und Terminneuvergaben kommen, wo EMail-Adressen vorhanden sind, wird die Bezirksverwaltung entsprechend benachrichtigen. Die anderen Kundenzentren stellen ihren Publikumsverkehr ein.

Die Ausländerdienststellen stellen auf einen Notbetrieb um, sind telefonisch und elektronisch aber weiter vollständig erreichbar. Die Standesämter werden für den regulären Kundenbetrieb geschlossen, vereinbarte Trauungen werden mit reduzierter Besetzung durchgeführt, Geburten und Sterbefälle werden im schriftlichen Verfahren bearbeitet und beantwortet, die Erreichbarkeit per Telefon und Mail für übrige Fallgestaltungen wird sichergestellt.

Die Dienstleistungen in den Bereichen Jugend und Soziales, Verbraucherschutz, Wirtschaft und Bauen, Management des öffentlichen Raums werden im Grundsatz aufrechterhalten, aber ggf. nötige Rücksprachen auf telefonische oder elektronische Kontaktaufnahme reduziert. Die bezirklichen Gesundheitsämter leisten in der Virusbekämpfung in vorderster Front aktuell Herausragendes und werden von allen Beteiligten nach Kräften unterstützt.

Senator Andreas Dressel sagt: „Dort wo wir den Publikumsverkehr reduzieren, können wir die telefonische Erreichbarkeit verbessern – sowohl in den jeweiligen Ämtern und Abteilungen, aber nach Möglichkeit auch im Telefonischen Hamburg Service. Gerade jetzt erwarten viele Bürgerinnen und Bürger, dass ihre Stadt ihnen mit Rat und Tat zur Seite steht. Das geht häufig aber auch telefonisch und per Mail. Wir danken den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus der Bezirksverwaltung für ihren großen Einsatz in schwieriger Zeit!“


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