Die Viermastbark „Peking“ ist zurück in Hamburg

Das Segelschiff "Peking" ist in Hamburg angekommen. Foto: FoTe Press

(ha/ds). Das Interesse der Öffentlichkeit an der Ankunft der „Peking“ in Hamburg war groß. Zahlreiche Hamburger sowie Interessierte der maritimen Szene erwarteten die Rückkehr der Viermastbark in ihren Heimathafen – und stand von Blankenese bis Elbphilharmonie am Elbufer.
Die Stiftung Hamburg Maritim war nach der erfolgreichen Restaurierung ein letztes Mal in der Verantwortung für die Viermastbark. Die Verholung des Schiffs von Wewelsfleth (Schleswig-Holstein) nach Hamburg an ihren Interimsliegeplatz am Bremer Kai erfolgte am gestrigen 7. September 2020.
Die einstmals avisierte große Feier mit Landprogramm und Schiffsparade war durch die aktuelle Situation rund um die Covid-19-Pandemie und die damit verbundenen Regulierungen leider nicht möglich. Daher wurde auch das Betriebsgelände der Stiftung Hamburg Maritim in der Australiastraße
aus Sicherheitsgründen am 7. September für die Öffentlichkeit gesperrt – nur geladene Gäste hatten Zutritt zum Gelände.

Tausende stehen am Elbufer und warten auf die „Peking“

Das enorme Interesse an der Rückkehr des Schiffs hat das Oberhafenamt veranlasst, strikte Regeln für die Begleitung des Schleppzuges zu erlassen. Ein antriebsloses Schiff dieser Größe auf dem verkehrsreichen Tidenstrom Elbe zu schleppen, stellt eine besondere nautische Herausforderung dar.
Von den zuständigen Behörden wurde nur eine sehr streng reglementierte Anzahl von Begleitschiffen zugelassen. So haben von der Flotte der Stiftung Hamburg Maritim beispielsweise der Stückgutfrachter „Bleichen“, das Dampfschiff „Schaarhörn“, der Schlepper „Fairplay VII“ und unter anderem der Besanewer „Johanna“ die „Peking“ auf ihrer letzten Etappe in Richtung Hansahafen begleiten. Auch eine kleine Gruppe historischer Schiffe des Museumshafens Oevelgönne waren dabei.
Eine offizielle Schiffparade ist aufgrund der aktuellen Covid-19 Pandemie und dem aktiven Schiffsverkehr untersagt.

115 Meter Länge

Die historische Viermastbark „Peking“ war 1911 in Hamburg vom Stapel gelaufen, segelte später 34 Mal um Kap Hoorn und lag mehr als 40 Jahre als Museumsschiff in New York: Nun ist sie in ihre Heimat zurückgekehrt. Sie wurde auf der Elbe mit Wasserfontänen (Feuerwehrschiff) und einem Typhonkonzert empfangen.

Die „Peking“ zurück in Hamburg, das sei „ein ganz großer Moment“, sagte Hamburgs Kultursenator Carsten Brosda (SPD). „Das ist maritime Geschichte, die ins Herz des Hamburger Hafens zurückkehrt. Man hat in den letzten Tagen schon in der Stadt gemerkt, wie groß die Emotionen auch der Bürgerinnen und Bürger sind.“

Mit 115 Metern Länge ist sie damals eines der größten Segelschiffe der Welt.