Nachwuchskräfte im Allgemeinen Vollzugsdienst starten

Die Untersuchungshaftanstalt in der Hamburger Innenstadt. Foto: FoTe-Press

(ha). Sie haben mehr als nur eine Schlüsselfunktion: Die Mitarbeiter des Allgemeinen Vollzugsdienstes (AVD) sind die wichtigsten Personen in Hamburgs Justizvollzugsanstalten. Weitere 17 neue Auszubildende beginnen nun ihren Lehrgang, wie der Senat heute mitteilt.

Auch in Zeiten der Corona-Pandemie begrüßt die Justizvollzugsschule drei Frauen und 14 Männer im neuen Lehrgang 2/20 – die Ausbildungsoffensive in der Hamburger Justiz geht weiter! Die neuen Nachwuchskräfte erschienen heute zur Urkundenübergabe in der Justizbehörde – Corona bedingt ohne feierlichen Akt, dafür mit viel Abstand. Auch bei diesem Jahrgang zeigt sich wieder, wie vielseitig die Themen des Lehrgangs zum einen und wie unterschiedlich die Berufserfahrung und das Alter der Nachwuchskräfte zum anderen sind. Der Altersdurchschnitt liegt bei 28 Jahren. Die jüngste Anwärterin ist 22 Jahre alt, der älteste Anwärter 41. Die Ausbildung zum AVD ist keine Erstausbildung. Die Anwärterinnen und Anwärter kommen aus unterschiedlichen Berufszweigen: Vertreten sind diesmal Wirtschaft/Handel, Bundeswehr, Handwerk/Technik und soziale Berufe.

Wie bei jedem Jahrgang zuvor werden außerdem auch dieses Mal 19 Absolventinnen und Absolventen ihre Ausbildung erfolgreich abschließen. Nach Pfingsten werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Lehrgangs 2/18 in den Hamburger Justizvollzugsanstalten ihren Dienst antreten.

Justizsenator Dr. Till Steffen sagt dazu: „Wir haben im Zuge der Corona-Pandemie noch einmal mehr gemerkt, wie wichtig es ist, gutes Personal zu haben. Wir freuen uns, dass wir im Wettbewerb um neue Kräfte gut aufgestellt sind. Das Interesse, ein Teil der Justizfamilie zu werden, ist ungebrochen hoch, und ich freue mich, dass die neuen Auszubildenden einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag leisten wollen.“

Hintergrund

Bewerbungen für den Allgemeinen Vollzugsdienst werden das ganze Jahr über entgegen genommen. Die Ausbildung gliedert sich in einen zehnmonatigen Theorieteil in der Justizvollzugsschule und einen 14-monatigen Praxisteil in den Anstalten. Während der Ausbildung sind die Anwärterinnen und Anwärter Beamte auf Widerruf und erhalten eine Vergütung von rund 1.870 Euro brutto. Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung werden sie in der Regel übernommen.

Die Einstellungskriterien und Bewerbungsunterlagen finden Bewerberinnen und Bewerber unter: www.hamburg.de/ausbildung-justizvollzug.


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