Unwetter in Hamburg: Straßen und Keller unter Wasser

Starker Regen sorgt in Hamburg für Unmengen an Wasser. Viele Gullys können das Wasser nicht aufnehmen. Foto: FoTe-Press

(ha). Mehrere Unwetter mit örtlich schwerem Gewitter, Hagel, heftigen Windböen und Starkregen sind kürzlich über die Hansestadt hinweg gezogen und haben für zahlreiche Einsätze bei der Feuerwehr gesorgt. Aufgrund der Vielzahl der eingehenden Anrufe über den Notruf 112, die innerhalb kürzester Zeit in der Rettungsleitstelle der Feuerwehr eingingen, wurde das Personal mit sämtlichen noch verfügbaren Reserve-Kräften aufgestockt. Ferner wurden Führungskräfte, Fachberater des Technischen Hilfswerkes und der Freiwilligen Feuerwehr alarmiert. Neben dem alltäglichen Einsatzaufkommen waren für die Beamten der Berufsfeuerwehr und die zahlreichen ehrenamtlichen Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr etwa 255 sogenannte wetterbedingte Einsätze im Betriebszustand „Ausnahme“ zu bewältigen. Hierunter fielen Einsätze wie das Abpumpen von eingedrungenem Regenwasser in Gebäudeteile oder aus Straßenunterführungen. Baumkronen und abgeknickte Äste, die von Fahrbahnen, Gebäudeteilen oder Fahrzeugen entfernt werden mussten, weil sie infolge von Windböen und starker Regenfälle herabgefallenen waren und Straßen, Wege oder Gleisanlagen des ÖPNV versperrten. Zweimal wurde gemeldet, dass Personen von Wassermassen eingeschlossen seien. Diese konnten jedoch bereits vor Ankunft der Einsatzkräfte aus einem im Regenwasser stehenden PKW befreit werden oder waren im Keller ihrer Wohnung nicht akut gefährdet. Ein vermeintlich durch Blitzschlag brennendes Wohngebäude wurde durch die Einsatzkräfte überprüft, blieb jedoch unbeschadet. Hier war aus bisher unbekannter Ursache eine Gartenlaube in Brand geraten. Der entstandene Brandrauch gab Anlass zur Vermutung. Das Feuer konnte durch einen Trupp mit umluftunabhängigem Atemschutz und einem C-Rohr schnell gelöscht werden.

Mit Stand von 21.10 Uhr standen am 27. August 2019 noch 65 weniger zeitkritische Einsätze zur Bearbeitung an, die in den kommenden Stunden sukzessive nach Dringlichkeit abgearbeitet werden, bevor die besonderen Einsatzmaßnahmen zurückgenommen werden.

Schwerpunkt des Einsatzaufkommens war das nordwestliche Stadtgebiet. Personenschäden waren bei wetterbedingte Einsätzen bis zu diesem Zeitpunkt nicht zu verzeichnen.

Aufgrund der Prognosen des Deutschen Wetterdienstes wurden in der Rettungsleitstelle der Feuerwehr bereits im Vorwege vorbereitende Maßnahmen getroffen. Unter anderem konnten acht zusätzliche Mitarbeiter aus dienstfreien Schichten und aus dem Einsatzdienst dienstverpflichtet werden, um einem erhöhtem Notruf- und Einsatzaufkommen adäquat begegnen zu können. Im Verlauf des Abends wurden dann insgesamt 57 wetterbedingte Einsätze durch die Beamten disponiert. Bürger meldeten über den Notruf 112, dass Keller mit Regenwasser vollgelaufen und Fahrbahnen überflutet seien. Vereinzelt versperrten herabgefallene Äste oder abgeknickte Zweige Gehwege und Fahrbahnen, sodass sie durch die Einsatzkräfte entfernt werden musste. Personenschäden waren im Zusammenhang mit wetterbedingte Einsätzen nicht zu verzeichnen. Ein Kamerad der Freiwilligen Feuerwehr zog sich jedoch in Ausübung seines ehrenamtlichen Dienstes eine leichte Handverletzung zu und wurde nach rettungsdienstlicher Versorgung vorsorglich mit einem Rettungswagen in eine nahegelegene Klink befördert. Insgesamt waren Zeitweise bis zu 13 Freiwillige Feuerwehren und Kräfte des Technischen Hilfswerkes zeitgleich im Einsatz um die Auswirkungen des Unwetters zu beseitigen.


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