Versuchter Einbruch: Polizei nimmt drei Personen fest

Ein Einbrecher am Werk. Symbolfoto: FoTe-Press

(ha). Einsatzkräfte des Polizeikommissariat 25 nahmen bereits am 15. April 2024 gegen 14.30 Uhr im Rahmen von Fahndungsmaßnahmen nach einem versuchten Einbruch im Hamburger Stadtteil
Othmarschen zwei Frauen und einen Mann vorläufig fest. Die Tatverdächtigen wurden dem Untersuchungsgefängnis zugeführt, wie die Polizei mitteilt.

Nach den bisherigen Erkenntnissen hörte eine aufmerksame Anwohnerin verdächtige Geräusche und sah unmittelbar danach drei verdächtige Personen vom Nachbargrundstück kommen. Nachdem sie in einen
geparkten Fiat Panda gestiegen und mit dem Auto entgegengesetzt der Einbahnstraße in Richtung Strehlowweg geflüchtet waren, verständigte die Zeugin die Polizei.

Am Einfamilienhaus stellten die Beamtinnen und Beamten Hebelmarken an der Eingangstür fest. Außerdem war offensichtlich versucht worden, eine Fensterscheibe mit einer Gehwegplatte einzuwerfen.

Im Zuge einer sofort eingeleiteten Fahndung konnten Einsatzkräfte den verdächtigen Fiat Panda auf der Bundesautobahn (BAB) 261 in Höhe der Anschlussstelle Tötensen (Niedersachsen) anhalten. Da die Personenbeschreibung der Insassen mit der Täterbeschreibung übereinstimmte und im Auto
Aufbruchswerkzeug aufgefunden wurde, nahmen die Polizistinnen und Polizisten sie vorläufig fest.

Ermittlerinnen und Ermittler des zuständigen Einbruchsdezernats (LKA 122) übernahmen die ersten Ermittlungen, welche nun durch das LKA 19 / Castle fortgeführt werden.

Die drei Tatverdächtigen, ein 23-jähriger Serbe sowie zwei junge Frauen (25 / 19) mit ungeklärten Nationalitäten, wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen dem Untersuchungsgefängnis zugeführt. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft hat ein Richter mittlerweile Haftbefehle erlassen.

Im Zuge der Ermittlungen erhielten die Kriminalbeamtinnen und Kriminalbeamten der Einbruchsdezernate in der jüngeren Vergangenheit Hinweise auf sogenannte reisende Tätergruppierungen. Dabei wurde auch mehrfach junge, gepflegte Frauen mit einem südosteuropäischen Erscheinungsbild beschrieben, die in unterschiedlichen Zusammensetzungen als Duo im Zusammenhang mit Einbruchsdelikten in Erscheinung getreten sein sollen. Aus diesem Grund bitten die Ermittlerinnen und Ermittler Personen, die verdächtige Wahrnehmungen in diesem Zusammenhang gemacht haben, sich beim Hinweistelefon der Polizei unter 040 / 428 65 67 89 oder einer Polizeidienststelle zu melden und geben folgende Tipps:

Gelegenheit macht Diebe!

Schließen Sie regelmäßig Ihre Wohnungstür ab, auch wenn Sie Ihre Wohnung nur kurz verlassen. Einbrecher nutzen solche Gelegenheiten – und verschaffen sich in Sekundenschnelle mit einfachsten Mitteln Zugang zu Ihrem Zuhause.

Mechanik vor Elektronik!

Es gilt, Einbrechern den Zugang in die eigene Wohnung so schwer wie möglich zu machen. Eine zertifizierte Alarmanlage kann eine mechanische Grundabsicherung ergänzen, ersetzt aber niemals einbruchhemmende Fenster und Türen.

Gekippte Fenster sind offene Fenster!

Schließen Sie vor Verlassen der Wohnung beziehungsweise des Hauses die Fenster. Nutzen Sie abschließbare Fenstergriffe und ziehen Sie immer den Schlüssel ab, diese können sonst wie eine Einladung wirken.

Keine Aufstiegschancen bieten!

Sichern Sie Leitern an / in Schuppen oder dem Grundstück gegen unbefugte Benutzung durch Anschließen / Wegschließen. Einbrecher können diese sonst zum Aufstieg in gelegentlich schlechter gesicherte Etagen nutzen.

Hier ist jemand zu Hause!

Anwesenheit erhöht den Einbruchschutz! Fehlende Beleuchtung und volle Briefkästen sprechen für Einbrecher eine Einladung aus: Hier ist niemand zu Hause! Schon mittels einfacher Zeitschaltuhren können Sie in Ihrem Zuhause Anwesenheit simulieren. Betten Sie bei längerer Abwesenheit Ihre Nachbarn um Unterstützung, zum Beispiel können diese sich um eingehende Post kümmern.

Investition in Sicherungstechnik lohnt!

Seit 2014 unterstützt der Staat Ihr Bemühen um Sicherheit durch staatliche Förderung von polizeilich empfohlenen Maßnahmen zum Einbruchschutz. Wichtig hierbei: Der Antrag muss vor der Umsetzung der Maßnahmen gestellt und bewilligt werden, zudem ist der Einbau der Technik vom Fachhandel vorzunehmen. Weitere Informationen finden Sie unter: www.kfw.de

Ein traumatisches Erlebnis!

Ein Wohnungseinbruch ist ein traumatisches Erlebnis – es fehlen nicht nur liebgewonnene Erinnerungsstücke, schlimmer wird häufig noch das Eindringen fremder Menschen in die Privatsphäre und einen als sicher geglaubten Raum empfunden. Hilfe finden Einbruchsopfer bei Hilfsorganisationen wie zum Beispiel dem Weissen Ring. www.weisser-ring.de.


Vollblut-Hamburger gesucht: Die Hansestadt braucht mehr Blutspender

(ha). In einer Millionen-Metropole wie Hamburg werden täglich mehrere Hundert Blutspenden benötigt, um den Bedarf von Kliniken und weiteren Medizinischen Versorgungszentren für ihre Patienten decken zu können. Allein der Blutspendedienst Hamburg, einer der größten Blutspendedienste in Norddeutschland, benötigt pro Tag zirka 200 Blutspenden zur Absicherung der Patientenversorgung in der Hansestadt. Damit stellt der Blutspendedienst Hamburg rund ein Drittel der dort benötigten Blutpräparate zur Verfügung.

In den vergangenen zwölf Monaten zählte der Blutspendedienst Hamburg rund 13.000 aktive Blutspenderinnen und -spender. Damit steht in der Millionen-Stadt eine vergleichsweise geringe Zahl von Spendern einer sehr hohen Zahl von potenziellen Empfängern gegenüber. „Durch die begrenzte Haltbarkeit von Blutpräparaten von teilweise lediglich wenigen Tagen braucht es kontinuierlich viele aktive Spender. Nur so lassen sich Versorgungsengpässe vermeiden, die für Patienten lebensbedrohlich sein könnten“, erklärt Thomas Nießen, Ärztlicher Leiter des Blutspendedienstes Hamburg. Gerade der Monat Mai mit mehreren Feiertagen, an denen in den Spendezentren des Blutspendedienstes Hamburg nicht gespendet werden kann, stellt hier eine besondere Herausforderung dar. Um die Blutversorgung auf einem stabilen Niveau halten zu können, bedarf es vieler Spenderinnen und Spender, die die regulär bestehenden Spendemöglichkeiten nutzen.

Aus Hamburg – Für Hamburg

Um die Patientenversorgung in der stetig weiterwachsenden Metropole lückenlos an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr sicherstellen zu können,ist der Einsatz vieler weiterer Menschen als Blutspenderinnern und Blutspender unverzichtbar. „Grundsätzlich kommt jeder gesunde Erwachsene, der mehr als 50 Kilogramm wiegt, als Spender in Frage. Insbesondere möchten wir auch an das Verantwortungsgefühl der jüngeren Generation appellieren und diese zum Blutspenden motivieren“, sagt Thomas Nießen im Hinblick auf die langfristige Absicherung der Blutversorgung in Hamburg über die kommenden Jahrzehnte.

Der Altersdurchschnitt der Spenderinnen und Spender beim Blutspendedienst Hamburg liegt bei 43,7 Jahren, der der Erstspenderinnen und Erstspender bei 30,8 Jahren. Eine Altershöchstgrenze für die Zulassung zur Blutspende gibt es nach der letzten Änderung des Transfusionsgesetzes 2023 nicht mehr.

Mit dem Spende-Check des Blutspendedienstes Hamburg können sich Interessierte unverbindlich vorab darüber informieren, ob sie Blut spenden können. Ein Termin in einem der vier Spendezentren kann in wenigen Schritten online unter www.blutspendehamburg.de reserviert oder über die kostenlose Termin-Hotline 0800 / 884 25 66 vereinbart werden.

Hintergrund

Blut lässt sich nicht künstlich herstellen. Man kann es nicht im Internet bestellen oder im Geschäft kaufen. In der modernen Hochleistungsmedizin sind viele Behandlungsmethoden nur durch Blutspenden und daraus hergestellte Medikamente möglich. Der Großteil der aus Spenderblut gewonnenen Präparate wird für die Behandlung von Krebspatienten verwendet (19 Prozent). Auch für die Therapie von Herzerkrankungen (16 Prozent) sowie Magen- und Darmkrankheiten (16 Prozent) sind Blutpräparate unerlässlich. Bei Unfallopfern kommen zwölf Prozent der Blutspenden zum Einsatz.

Über den Blutspendedienst Hamburg

Der Blutspendedienst Hamburg (ZIT – Zentralinstitut für Transfusionsmedizin gGmbH) ist einer der größten Blutspendedienste in Norddeutschland und stellt mit seinen rund 75 Mitarbeitenden die Versorgung der Krankenhäuser und Praxen in der Großraumregion Hamburg mit Blut und Blutkomponenten sicher. Der Blutspendedienst Hamburg verfügt über vier Spendezentren in den Bezirken Altona, Harburg, Hamburg-Nord und Wandsbek.