Alster beherbergt noch immer Algen – und stinkt

Obwohl die richtig heißen Tage vorbei sind, schwimmen noch immer an etlichen Stellen Algen-Teppiche auf der Alster und sorgen für komische Gerüche. Foto: FoTe-Press

(pp). Der Jahrhundertsommer in Hamburg hat tolle Tage beschert. Viele Hamburger genossen die herrlichen Tage in den Stadtparks, der Elbe oder Außen- oder Binnenalster. Und genau die bereitet den Anwohnern und Spaziergängern in diesen Tagen große Probleme. Grund: Die Alster stinkt. In den vergangenen Tagen haben sich sogar einige Anwohner bei der Umweltbehörde gemeldet und nachgefragt, was denn der Grund sei. Aufgrund der Hitze der vergangenen Wochen und der niedrigen Fließgeschwindigkeit der Alster sind etliche Algenteppiche auf der Alster. Sie bilden sich zu überwiegend zu Grün- und Blaualgen und sterben dann ab. Dabei entstehen Buttersäure und Schwefel. Noch immer warnt die Umweltbehörde davor, in die Alster zu gehen. Einige Hamburger sind auch in der letzten September-Woche noch mit Füßen in die Alster gestiegen, das sollte unbedingt vermieden werden. Bei Messungen wurden in den vergangenen Tagen an der Lombardsbrücke kritische Blaualgen-Werte festgestellt.

Positive Nachricht von der Umweltbehörde: Das gravierende Fischsterben aufgrund von Sauerstoffarmut in der Alster ist beendet. Das Wasser der Alster kühlt von Tag zu Tag weiter ab und somit steigt der Sauerstoffgehalt des Flusses auf normale Werte.

Durch die seit mehreren Jahren durchgeführte Umsetzung zahlreicher Maßnahmen zur ökologischen Verbesserung der hamburgischen Gewässer durch die Behörde für Umwelt und Energie gemeinsam mit den Wasserbehörden der Bezirksämter soll der Zustand der Gewässer so verbessert werden, dass die Fische auch Extremsituationen besser überstehen können. Solche Maßnahmen benötigen jedoch längere Zeit, um ihre Wirkung zu entfalten.

Die Umweltbehörde weist darauf hin, nur in den ausgewiesenen Grillzonen und Grillwiesen zu grillen, da diese durch die Feuerwehr überwacht werden. Wildes Grillen insbesondere in Schutzgebieten ist untersagt. Alle Hamburger sind aufgerufen, keine Wasservögel zu füttern. „Wenn Sie sich auch für die Verbesserung der hamburgischen Gewässer einsetzen wollen, verzichten Sie auf das Füttern von Wasservögeln, da zum einen die Tiere kein Brot vertragen und zum anderen die Gewässer durch das übermäßige Nährstoffangebot stark belastet werden“, heißt es von der Umweltbehörde.


Tricksereien beim „Tatort“-Dreh mit Wotan Wilke Möhring

Dreharbeiten für einen neuen „Tatort“ mit Franziska Weisz und Wotan Wilke Möhring. Foto: Röhe

(mr). Beim Fernsehen wird geschummelt was das Zeug hält. Den besten Beweis zeigen die Dreharbeiten für eine neue Folge der Krimireihe „Tatort“ mit Franziska Weisz und Wotan Wilke Möhring in den Hauptrollen, die noch bis Mitte Oktober in Hamburg und Umgebung gedreht wird.

Die erste Trickserei beginnt mit dem Drehort: In einem Architekturbüro in der Weidestraße im Stadtteil Barmbek wurden die Büros mal eben zu einer Wache der Autobahnpolizei umgebaut. Ein Empfangstresen mit der Aufschrift „Autobahnpolizei Niedersachsen“ begrüßt die Gäste. An den Schreibtischen stehen Monitore, Ordner und Schriftstücke mit dem Vermerk „Polizei Niedersachsen“. An einigen Arbeitsplätzen sind kleine Polizei-Modellautos drapiert. Das Großraumbüro an der Weidestraße bildet in der Krimireihe die Basis für die Ermittlungsarbeit der Kommissare Julia Grosz (Franziksa Weisz) und Thorsten Falke (Wotan Wilke Möhring). Hier wird ein Heckenschütze gesucht, der auf einem Autohof auf einen LKW-Fahrer geschossen hat und unerkannt geflüchtet ist.

Architekten als Komparsen

Trickserei Nummer zwei: Die Polizisten, die Falke und Grosz als Ermittlerteam zur Seite stehen, sind in Wirklichkeit die Architekten. Im richtigen Leben befassen sie sich mit der technischen, wirtschaftlichen, funktionalen und gestalterischen Planung und Errichtung oder Änderung von Gebäuden und Bauwerken – nach den Schüssen auf den LKW-Fahrer kümmern sie sich jetzt um das Umfeld der Spedition und versuchen heraus zu bekommen, ob es sich bei dem Täter um einen psychisch gestörten Einzeltäter oder um eine Auseinandersetzung im Truckermilieu handelt.

Filmfahrzeuge als Polizeistreifenwagen

Trickserei Nummer drei: Die Polizeifahrzeuge, die in der Folge im kommenden Jahr in der ARD zu sehen sein werden, sind in Wirklichkeit keine. Eine Verleihfirma von Einsatzfahrzeugen bietet Filmproduzenten an, für einen bestimmten Zeitraum solche Fahrzeuge einzusetzen. Wenn das Fiilmteam den Drehort ändert, müssen die Aufschrift „Polizei“ und das Blaulicht abgedeckt sein. Auch die Filmkennzeichen werden durch richtige, amtlich zugelassene Kfz-Zeichen ersetzt. Apropos Kennzeichen: bei einem Polizeifahrzeug ist das Filmkennzeichen WL PI 9834 zu sehen. So ein Behördenkennzeichen gibt es allerdings nicht bei der Polizei. Fahrzeuge der Polizei haben die Nummern 3 oder 7, nicht 9.

Trickserei Nummer vier: Unabhängig vom Wetter wird die Folge in der vorgegebenen Zeit gedreht. Dabei kann es schon mal sein, dass es an einem Tag regnet, am Tag darauf die Sonne scheint. Um Sonne zu simulieren, werden bei Dreharbeiten riesige Scheinwerfer eingesetzt. Und es gibt auch folgende Situation: Nachtszenen werden am Tage gedreht. Damit der Fernsehzuschauer nichts mitbekommt, werden kurzerhand sämtliche Fenster mit schwarzen Vorhängen verhüllt.

Neben Wotan Wilke Möhring und Franziska Weisz stehen Milan Peschel, Levin Liam, Charlotte Lorenzen und Oana Solomon vor der Kamera. Das Buch schrieb Oke Stielow. Unter Leitung von Regisseur Stephan Rick entsteht bis zum 12. Oktober 2018 in Hamburg und Umgebung die sechste Folge mit dem Ermittler-Duo Falke und Grosz. Das Erste zeigt den NDR „Tatort: Kollateralschaden“ voraussichtlich im kommenden Jahr.


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Buch „Hamburg – Das Tor zum Film“ 

(ha). Hamburg ist eine Millionen-Metropole mit sieben Bezirken, 104 Stadteilen und 181 Ortsteilen (Quartieren) und bietet für Filmschaffende unzählige Kulissen. Die Hansestadt ist Anziehungspunkt für Film- und Fernsehmacher. Täglich entstehen etliche Sendeminuten in der Millionenmetropole an Elbe, Alster und Bille. Es gibt keinen Stadtteil, der nicht Buch Hamburg - Tor zum Filmvon Filmemachern als Kulisse dient.
In diesem Buch werden kuriose und einfach tolle Drehorte vorgestellt. Autor Matthias Röhe verrät Kulissen bekannter TV-Serien und Filme. Wo ist das 14. Kommissariat aus dem Großstadtrevier? Wo ermitteln die Pfefferkörner? Wo ist die Polizeiwache der SoKo Hamburg? In welcher Straße steht das Elbkrankenhaus aus der Serie Notruf Hafenkante?

Oft steckt Hamburg auch in Filmen, die nicht in Hamburg spielen. Aber auch in diesen Fällen stellt Ihnen der Autor die Kulissen vor und gibt bekannt, wo sich diese in Wirklichkeit befinden. Begeben Sie sich auf die Spuren interessanter Filmkulissen in Deutschlands zweitgrößter Stadt.

Angaben zum Buch: Das Buch ist erschienen im Books on Demand, Norderstedt. Seiten: 120, ISBN:978-3-7528-7004-6. Es kostet 8,99 Euro. Käuflich zu erwerben unter www.FoTe-Press.de oder in jeder Buchhandlung.


Obdachlose können Gepäck kostenlos unterstellen

In diesem bundesweit einmaligen Projekt der Caritas können obdachlose Männer und Frauen kostenlos ihr Gepäck in Schließfächern unterstellen, sanitäre Anlagen nutzen und sich beraten lassen. Der „StützPunkt“ ist nun zusammen mit der Schwerpunktpraxis für Obdachlose in die Norderstraße 44 im Hamburger Münzviertel gezogen. Foto: FoTe-Press

(mr). „Das Angebot der Caritas ist ein wichtiger Baustein in der Obdachlosenhilfe unserer Stadt. Deshalb ist es wichtig, dass wir die Übergangszeit gemeinsam nutzen, um eine dauerhafte Lösung zu finden. Ich bin zuversichtlich, dass wir dies schaffen“, sagt Melanie Leonhard. Die Senatorin für Arbeit, Soziales, Familie und Integration freut sich über den, wenn auch nur vorübergehend, neuen Standort vom „StützPunkt“ für Obdachlose, den es seit 15 Jahren in der Hansestadt gibt. In diesem bundesweit einmaligen Projekt der Caritas können obdachlose Männer und Frauen kostenlos ihr Gepäck in Schließfächern unterstellen, sanitäre Anlagen nutzen und sich beraten lassen. Der „StützPunkt“ ist kürzlich zusammen mit der Schwerpunktpraxis für Obdachlose in die Norderstraße 44 im Hamburger Münzviertel (Stadtteil Hammerbrook) gezogen.    

Der Umzug wurde durch den geplanten Abriss der Cityhochhäuser erforderlich, am 31. Juli sind beide Obdachlosenprojekte als letzte Mieter der Häuser ausgezogen. Es war nicht möglich, einen dauerhaften Standort in der Hamburger City zu finden. Mit Unterstützung der Hamburger Sozialbehörde konnten nun für einen Übergangszeitraum Container bezogen werden, die nur 200 Meter vom alten Standort entfernt liegen. In kurzer Zeit musste die freie Fläche hergerichtet, eingezäunt, Strom- und Wasserleitungen gelegt und Container aufgestellt werden. Der Umzug erfolgte dann zusammen mit den obdachlosen Besuchern.

„Wir sind sehr froh, dass wir den Stützpunkt und die Schwerpunktpraxis nun weiterführen können. Die neuen Räumlichkeiten bieten erfreulicherweise eine deutliche Verbesserung der sanitären Anlagen und ebenfalls mehr Platz für die Beratung. Dennoch bleibt der Wunsch, einen dauerhaften Standort für die Projekte zu finden“, sagt Nikolas Borchert, Projektleiter Caritas Hamburg.

Täglich suchen etwa 60 obdachlose Männer und Frauen den „StützPunkt“ auf, der montags bis samstags zwischen 7 und 9 Uhr sowie zwischen 18:30 und 20:30 Uhr geöffnet hat. Das Projekt ist eine Initiative des Runden Tisches St. Jacobi, einem Zusammenschluss von Kirchenvertretern, Geschäftsleuten und sozialen Einrichtungen in der Hamburger Innenstadt. Das Projekt wird durch Spenden und Mittel der Hamburger Sozialbehörde finanziert. Die jährlichen Kosten belaufen sich auf zirka 88.000 Euro.

Wohnungs- und obdachlose Männer und Frauen erhalten in der Schwerpunktpraxis eine medizinische Grundversorgung. Die kostenlose Behandlung wird jeweils dienstags und donnerstags von niedergelassenen Hausärzten vorgenommen. Außerdem wird mittwochs eine psychiatrische Sprechstunde angeboten.


Datenklau am Geldautomaten nimmt in Hamburg zu

(mr). In den vergangenen vier Jahren gingen die Betrugsfälle an Geldautomaten zurück, wie aus den jeweiligen Kriminalitätsstatistiken hervor geht. Im Jahr 2017 gibt es allerdings eine dramatische Wende: von Januar bis November 2017 gab es 53 Fälle von „Skimming“ (Manipulation von Geldautomaten), im gesamten vergangenen Jahr wurden 15 Fälle in Hamburg registriert. Zugleich stieg auch die Schadenssumme durch das Ausspähen von Kartendaten und Geheimnummer (PIN) von Bankkunden. Beim „Skimming“ kopieren Kriminelle die Kundendaten, spähen per Blick über die Schulter oder über versteckte Kameras die Eingabe der Geheimzahl aus und räumen dann mit Hilfe von blitzschnell erstellen Kartendubletten an ausländischen Automaten die Konten leer. Bundesweit gab es von Januar bis November 2017 insgesamt 476 Manipulationen von Geldautomaten, wie „Euro Kartensysteme“ (ein Gemeinschaftsunternehmen der deutschen Banken und Sparkassen) mitteilt.

Hamburg kam mit 53 Fällen an dritter Stelle hinter Berlin mit 267 und Nordrhein-Westfalen mit 67 Fällen. In den ersten elf Monaten des Vorjahres waren es noch 344 Fälle. Die Bruttoschäden durch den Einsatz von Kartendubletten betrügen etwa zwei Millionen Euro – das sind mehr als 30 Prozent mehr als in den elf Monaten des Vorjahres (circa 1,6 Millionen Euro).

Tipps zum richtigen Umgang mit einer Geldkarte am Geldautomaten finden Sie hier.


Bewegungsangebot für Senioren

Kursleiterin Sabine Rieke (51) zeigt den vorwiegend älteren Teilnehmern, wie man sich richtig bewegt Foto: Röhe

(mr). Speziell für die älteren Osterbrooker kommt jeden Donnerstagnachmittag von 15 und 16 Uhr noch mehr Bewegung ins Elbschloss an der Bille: In kleiner Gruppe werden bei kompetenter Anleitung leichte Körperübungen angeboten, um auch im fortgeschrittenen Lebensalter die Beweglichkeit zu erhalten. „Wir gehen auf jeden einzelnen Teilnehmer ein. Dehnübungen gehören genauso dazu wie leichtes Bodenturnen“, sagt Kursleiterin Sabine Rieke. Die 51-jährige gelernte Fitnesstrainerin bietet seit kurzem den einstündigen Sportkurs an und appelliert an alle Menschen: „Sie können auch kommen, wenn sie Bandscheibenvorfälle oder sonstige körperlichen Leiden hatten. Wir gehen individuell und behutsam ans Sportliche.“ Das neue Angebot ist eine Initiative des Hamburger Sportbundes, der den Bedürfnissen der lebensälteren Menschen Rechnung trägt, indem der HT 16 jetzt in die Wohnquartiere kommt und Seniorengymnastik vor Ort anbietet. Bereits in den ersten Stunden des Angebots kamen jeweils 20 Personen. „Wir sind mittlerweile eine sympathische Gruppe, die sich regelmäßig donnerstags trifft. Es macht Spaß, mit den anderen ins Gespräch zu kommen und sich zusätzlich sportlich zu betätigen“, sagt eine Teilnehmerin. Zwar ist eine Anmeldung nicht erforderlich, ebenso keine Sportkleidung – wer sich aber im Vorwege über das Bewegungsangebot informieren möchte, kann dies direkt unter 040 / 65 72 66 76 tun.


Ute Weber (46) freut sich auf ihren neuen Job im Elbschloss an der Bille im Osterbrookviertel. Dort steht sie für junge Menschen bis 25 mit Rat und Tat zur Seite Foto: Röhe

(mr). „Ich freue mich darauf, junge Menschen dabei zu unterstützen, wieder in ihr Leben zu finden. Sie in einen Job zu bringen und ihnen eine Zukunft näher zu bringen“, sagt Ute Weber. Die 46-jährige Pädagogin arbeitet ab sofort im Elbschloss an der Bille, dem Nachbarschaftszentrum im Osterbrookviertel in Hamm. Die Bezirksversammlung Hamburg-Mitte hatte vor kurzem Gelder zur Förderung von Stadtteilarbeit vergeben. 35.000 Euro gehen ins Elbschloss an der Bille. „Wir haben Ute Weber bis zum Ende des Jahres als Teilzeitkraft eingestellt“, erklärt Ajisa Winter, Geschäftsführerin von AQtivus, einem Träger der Einrichtung. Die 54-Jährige erklärt, dass „der überwiegende Anteil der Jugendlichen befindet sich im Leistungsbezug von SGB II. Einige davon haben mehrere Maßnahmen durchlaufen, aber nie den Weg in die Ausbildung gefunden. Ute Weber wird diesen Jugendlichen kompetent beiseite stehen.“ Wichtigstes Ziel sei die Berufsorientierung mit einer anschließenden „Andockung“ an die Berufsberatung der Bundesagentur. „Vorrangig möchte ich die Jugendlichen in Praktika – mit der Option einer anschließenden Beschäftigung – bringen. Ich stehe ihnen aber auch in allen möglichen Privatangelegenheiten zur Verfügung“, sagt Ute Weber. Der Schwerpunkt der Beratung liegt auf Berufsorientierung, Bewerbung und der Suche nach anderweitigen Perspektiven. Jeweils an einem Tag in der Woche steht sie im Elbschloss an der Bille für Einzelgespräche zur Verfügung. In Wohnunterkünften der von Obdachlosigkeit betroffenen Jungerwachsenen gibt es vor Ort Gruppenangebote. In den Räumen von AQtivus (Adenauerstraße 2, St. Georg) finden ebenfalls Beratungstermine statt.


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Ehrenamtliche Mentoren für Schüler gesucht

(mr). Seit 2004 bringt der Verein Mentor e. V. in enger Zusammenarbeit mit Hamburger Grund- und Stadtteilschulen förderungswürdige und –willige Schulkinder und ehrenamtliche Mentoren zusammen. „Es sind natürlich viele Kinder mit Migrationshintergrund, denen wir das fließende und deutliche Lesen beibringen“, erklärt Karmen Deckert. Die 62-Jährige ist seit drei Jahren Mentorin an der Stadtteilschule Horn am Standort Rhiemsweg. „Mein erstes Kind war eine Zwölfjährige aus Bosnien, der ich zum Lesen verholfen habe“, sagt Karmen Deckert und ergänzt: „Mit ihr habe ich noch heute Kontakt.“ Für jeweils ein Jahr übernimmt ein Mentor einen Schüler, der ihm einmal in der Woche für eine Stunde das Lesen beibringt. Märchen, Fantasy oder Sachgeschichten – das Angebot ist groß und vielseitig. Es wird sich nach dem Interesse des einzelnen Schülers gerichtet. Da es immer mehr Schüler gibt, die nicht richtig lesen können, sucht Mentor – die Leselernhelfer Hamburg e. V. und Hamburger Schulen ehrenamtliche Mentoren: Erwachsene, die sich ein- bis zweimal wöchentlich für jeweils 60 Minuten mit einem Schüler zu einer gemeinsamen Lesestunde nach dem Unterricht in der Schule treffen. „Gefördert werden dabei Kinder, die aus unterschiedlichen Gründen Schwierigkeiten im Umgang mit der deutschen Sprache haben“, sagt Karmen Deckert. Durch Vorlesen und lockere Gespräche werden sie in spielerischer Weise an Texte herangeführt und zum Zuhören und Lesen angeregt. Mentor kann sein, wer Zeit und Lust aufbringt, Mädchen und Jungen, überwiegend im Grundschulalter, zu unterstützen. Ein einwandfreies Führungszeugnis, gute Deutschkenntnisse und Zuverlässigkeit sind allerdings Grundvoraussetzung. „Nach einer ausführlichen Vorbereitung werden die Mentoren in spe an eine Schule in dem gewünschten Stadtteil vermittelt“, sagt Karmen Deckert, die mehrere Mentoren koordiniert. Aktuell sucht der Verein Leselernhelfer für Billstedt, Horn, St. Georg und Mümmelmannsberg. Ausführliche Informationen finden Sie unter www.mentor-hamburg.de.


Nach 25 Jahren: Serien-Aus bei beliebter Vorabendserie „Der Landarzt“

(mr). Schock für alle Landarzt-Fans. Am 3. Oktober 2012 – dem Tag der deutschen Einheit und somit einem Feiertag – gab die Novafilm Fernsehproduktion GmbH Berlin das Serien-ADer Landarztus bekannt. Auf der Internetplattform „Facebook“ postete das Unternehmen: „Cut! Der Landarzt ist abgedreht. Für immer. Wir haben gestern das Abschlussfest

Eine der letzten Szenen: Janina Elkin, Edith Behleit, Wayne Carpendale und Regisseurin Ulrike Hamacher (von links) bei Dreharbeiten am Sonnabend, dem 29. September 2012 in Kappeln-Ellenberg. Foto: FoTe Press

für die 22. Staffel gefeiert und haben uns von unserem tollen Team verabschiedet. Im 25. Ausstrahlungsjahr hat das ZDF die Serie nun leider abgesetzt. Unser Dank gilt allen, die ihren Teil dazu beigetragen haben, dass „Der Landarzt“ in dieser Qualität hergestellt werden konnte und den vielen Millionen Menschen, die das Programm mit Freude einschalten. 2013 werden die letzten Folgen der Serie ausgestrahlt und wir wünschen allen Zuschauern viel Spaß beim Genießen!“ Erst vor wenigen Wochen startete die neue Staffel der beliebten Arztserie im Fernsehen, die im Durchschnitt laut ZDF etwa 4,5 Millionen Zuschauer sahen. Warum jetzt das plötzliche Serien-Aus? „Das ZDF wird im Rahmen der kontinuierlichen Programmerneuerung die Vorabendserie ‚Der Landarzt’ nicht fortsetzen. Darüber wurde die betreffende Produktionsfirma bereits informiert“, gibt Iris Käsche von der Pressestelle bekannt. „Für den Sendeplatz am Freitagabend (19.25 Uhr) werden neue Formatideen entwickelt. Zur kontinuierlichen Modernisierung eines TV-Programms gehört auch der gelegentliche Abschied von lang laufenden Formaten. Sonst gäbe es keine Sendeplätze für Neuentwicklungen“, führt Iris Käsche fort. Das Team staunte am Dienstag nicht schlecht, als im Rahmen der Abschlussfeier zum Ende der 22. Staffel das endgültige Aus verkündet wurde. Mit 25 Jahren gehört „Der Landarzt“ zu den ältesten Serien im Deutschen Fernsehen. Kaum jemand kann nun die Entscheidung des ZDF verstehen. Die letzten vier Jahre wurden selbst die Dreharbeiten für Journalisten abgeschirmt. Nur einmal im Jahr wurden Pressevertreter kollektiv ans Set gelassen, um Fotos zu schießen und Interviews zu führen. Das war zu Zeiten von Christian Quadflieg (Landarzt von 1987–1992) und Walter Plathe (Landarzt von 1992 bis 2008) anders. Seit des Einstiegs von Wayne Carpendale im Jahr 2008 hat sich nicht nur vom Inhalt eine Menge geändert. Auch die Arbeitsweise am Set soll sich stark verändert haben. So erstaunt es fast nicht, dass der Hauptdarsteller Wayne Carpendale auch nur einen kurzen Kommentar über seine offizielle Facebook-Seite postete: „Ich muss Euch leider sagen, dass ich am Montagabend meine letzte Szene als Dr. Jan Bergmann gespielt habe. Der Sender hat sich entschieden, den Landarzt nicht fortzusetzen. Es waren fünf wunderschöne Jahre mit einem ganz besonderen Team und tollen Fans. Dafür ein riesen fettes DANKE!“ Im Zeitalter des Internet wohl die einfachste Art, einfach tschüß zu sagen…


„Kunstüberfall“ vom Bundesjugendballett

(mr). Es klopft an der Tür – der Schulunterricht wird unterbrochen. Zwei Tänzer des Bundesjugendballetts betreten das Klassenzimmer und beginnen mittels verschiedener Arm-. Hand- und Fußbewegungen die Schüler zum Mitmachen zu animieren. Der Plan geht auf: Sofort springen die – zugegeben – ungeübten Schüler in die Höhe und machen die BundesjugendballettTanzbewegungen der Profis nach. Seit der Spielzeit 2011/12 gibt es in Deutschland erstmals ein Bundesjugendballett. Die Idee dazu hatte Ballettdirektor und

Das komplette Ensemble des Bundesjugendballetts: Winnie Dias, Patrick Eberts, Gabriela Finardi, Graeme Fuhrman, Maurus Gauthier, Madoka Sugai, Yukino Takaura und Daan van den Akker. Foto: FoTe Press

Chefchoreograf des Hamburg Balletts John Neumeier. Es besteht aus vier Frauen und vier Männern. Die junge Compagnie verfolgt zwei Hauptziele: Sie fördert junge Tanztalente mit abgeschlossener Berufsausbildung und bringt den Tanz auch an Orte und zu Menschen, die mit Ballett selten in Berührung kommen. Darum auch unterschiedliche Aktionen wie der „Kunstüberfall“ in der Schule, dem Auftritt auf der Kuppel des Reichstages oder beispielsweise einer Tanzeinlage auf dem Hamburger Rathausmarkt. Auch Auftritte in Altenheimen und sogar Gefängnissen hat das Bundesjugendballett bereits absolviert. Für Neumeier ging mit Deutschlands erstem Bundesjugendballett ein langersehnter Traum in Erfüllung. Die Bundesregierung unterstützt das Projekt, das zunächst für vier Jahre angesetzt ist, mit 2,8 Millionen Euro. „Sechs Tage in der Woche trainieren wir. Wir machen ein ausgiebiges Aufwärmtraining mit Liegestützen und Dehnübungen“, sagt Maurus Gauthier. Der 20-jährige Tänzer ist seit vier Jahren in der Ballettschule Hamburg, seit einem Jahr im Bundesjugendballett. Ein prägendes Erlebnis brachte ihn zum Tanz: als Schüler sah er bei einer Aufführung ein Solo tanzen und war beeindruckt. Seitdem gehört er zu Deutschlands besten Ballett-Tänzern. Die acht jungen Tänzer zwischen 18 und 23 Jahren haben ihre Heimat im Ballettzentrum Hamburg – John Neumeier in Hamm. Das Bundesjugendballett will „in Bewegung“ sein und können insgesamt zwei Jahre gemeinsam arbeiten. „Es macht mir sehr viel Spaß. Ich liebe es, verschiedene Performances einzustudieren“, sagt Madoka Sugai. Der 18jährigen Japanerin stand als Gewinnerin des renommierten Tanzpreises „ Prix de Lausanne 2012“ die Tür in die Ballettwelt offen. Nun tanzt sie mit einem Stipendium beim Bundesjugendballett. Für ihre Leistungen im zeitgenössischen Fach erhielt sie zudem eine zusätzliche Auszeichnung. Im Mai gewann sie den „Grand prix“ beim internationalen Wettbewerb „Chausson d’Or“.


„Rothenburgsorter Gourmetkinder“

(mr). „Wir kochen jeden Montag mit zwölf Kindern der dritten Klasse im Rahmen der Ganztagsschulkurse und laden in regelmäßigen Abständen Eltern und Gäste ein“, sagt Hermann Teiner. Der 54-Jährige hatte im vergangenen Jahr die Idee, aus dem seit mehreren Jahren bestehenden „Kinderrestaurant“ in der Fritz-Köhne-Grundschule ein Projekt zu realisieren, in dem die Schüler neben dem Kochen auch Französisch lernen. „Die internationale Küchensprache ist französisch. Außerdem hat die hohe Kochkultur ihre historischen Wurzeln in Frankreich“, sagt der gelernte Koch, Sozialarbeiter und Leiter vom Haus der Jugend. Die Idee war geboren, aus dem Kinderrestaurant eine Art Französisch-Unterricht zu realisieren. Das besondere ist, das sich alle zwölf Kinder auf einem vergleichsweise hohen Niveau mit ihren Gerichten einüben. Dazu zählen Kochen, Anrichten und Servieren. Nach dem Motto „Kochen und Französisch“ lernen die Kinder alle Zutaten auf Französisch. „Die Schüler singen, lernen neue Begriffe und kochen gemeinsam. Das stärkt soziale Kompetenz“, sagt Henriette Rahden (69). Höhepunkt dieses Projektes war ein Ausflug nach Frankreich, bei dem zwölf Rothenburgsorter Gourmetkinder und zwölf Kinder aus Marseille gemeinsam nach Aix on Provence gefahren sind und dort gemeinsam gekocht haben. „Unterstützt wurde die Fahrt vom Deutsch-Französischen Jugendwerk, über das wir Kontakte zu einem französischen Jugendhilfeträger in Marseille aufnehmen konnten“, sagt Hermann Teiner. In Frankreich konnten die Grundschüler ihre Sprachkenntnisse vertiefen und ausbauen. „Das war schon schön Gourmetkinder Rothenburgsortzu erleben, wie gerade mal neun- und zehnjährige Kinder auf Französisch mit den dortigen Kindern sprechen konnten“, sagt Henriette Rahden.

Gemeinsam Kochen, Spaß haben und dabei auch noch französisch Lernen – das ist der Leitgedanke des Kooperationsprojekts des Hauses der Jugend und der Fritz-Köhne-Grundschule in Rothenburgsort. Foto: FoTe-Press


Prominente entdecken Hamburg als Fahrradstadt

(mr). Immer mehr Menschen satteln um aufs Fahrrad. Sportliche Aktivität, keine Fahrtkosten und vor allem immer an der frischen Luft. Fahrradfahren macht Spaß und hält fit. DasNandini MitraFabrian Harloffsehen auch immer mehr Prominente so. Fabian Harloff (Foto links) zum Beispiel ist bekennender Radfahrer. „Ich wohne im Stadtteil Rothenbaum und fahre gerne weite Strecken mit dem Fahrrad“, sagt der Schauspieler (bekannt aus der Kinderserie TKKG und Notruf Hafenkante). „Es macht mir viel Spaß entlang der Alster und Elbe entlang zu fahren – da kommen schon mal einige Kilometer am Tag zusammen.“

Auch TV-Moderatorin Nandini Mitra fährt sehr gerne mit dem Fahrrad durch Hamburg. „Ich wohne in Eimsbüttel und kurve gerne mal eine Runde durch meinen Bezirk. Bis zu 20 Kilometer schaffe ich am Tag – dann bin ich fertig“, sagt Nandini Mitra. Sie selbst hat zurzeit ein Herrenfahrrad mit dem sie kreuz und quer durch Hamburg fährt. „Mein Wunsch ist allerdings ein Tandem, mit dem ich dann mit meinem Freund fahren kann.“ Warum ein Tandem? Das wollte die Hamburger Allgemeine Rundschau wissen. „Es macht wahnsinnig viel Spaß auf einem Tandem zu fahren. Hinten sitzt der Kopf, vorne der Fahrer. Ich sag dann, wo es lang geht…“.

Auch Schauspieler Wolfgang Stumph fährt gerne Fahrrad. „Es hält jung und man ist immer an der frischen Luft. Beim Radfahren kann iWolfgang Stumphch ideal abschalten“, sagt der Schauspieler („Stubbe – von Fall zu Fall“). Auch in Hamburg fährt Wolfgang Stumph Fahrrad. Unser Foto zeigt ihn bei Dreharbeiten für eine Folge derAlena GerberKrimiserie „Stubbe – von Fall zu Fall“ in Moorfleet. Wenn Radfahren aus zeitlichen Gründen in der Freizeit nicht geht, dann wenigstens während der Arbeit fürs Fernsehen.

Moderatorin Alena Gerber steigt auch sehr gerne aufs Fahrrad. „Ich fahre zwar gerne im Sommer mit dem Motorrad, aber mit dem Fahrrad zu fahren bringt mir genauso viel Spaß“, sagt das Model. Die junge Frau aus Bayern kam kürzlich nach Hamburg, um die Werbetrommel fürs Radfahren zu drehen. „Ich liebe Hamburg. Früher hab ich sogar mal in der Stadt gewohnt. Eine tolle Stadt, in der man mit dem Fahrrad wunderbar fahren kann“, sagt Alena Gerber.


Linda Hesse stellt fest: „Ich bin doch kein Mann“

Linda Hesse(mr). Mit dem Titel „Ich bin doch kein Mann“ wurde sie bekannt: Linda Hesse. Die junge Sängerin kam kürzlich zu einer Autogrammstunde ins City Center Bergedorf (CCB) und gab drei ihrer Songs zum Besten – plus Zugabe. Glücklicherweise waren nicht allzu viele Kinder und Jugendliche vor der Bühne, denn gleich ihr erster Song hatte es in sich und ging um ein „Arschloch“.

„Damit meine ich aber nicht Sie, sondern meinen Ex-Freund“, sagte die Schlagersängerin und wirkte etwas verschämt. Es folgten weitere Stimmungslieder und zu guterletzt ihr Erfolgstitel aus dem Jahr 2012: „Ich bin doch kein Mann“, der für eine super Stimmung sorgte. Die etwa 50 Zuhörer freuten sich im Anschluss über eine ausgiebige Autogrammstunde. Und einige Fans machten sogar Erinnerungsfotos mit ihrem Star. „Es war mein erster Auftritt in Hamburg“, sagte Linda Hesse. Foto: FoTe-Press


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