GrundschĂĽler frĂĽhstĂĽcken mit Schauspielerin Uschi Glas

Frühstück mit Uschi Glas: zahlreiche Grundschüler der Brüder-Grimm-Schule in Billstedt nehmen vor der ersten Unterrichtsstunde ein Frühstück ein. Dazu gehören verschiedene Sorten Brot (Schwarz-, Weiß- und Knäckebrot) und mehrere Sorten Aufschnitt. Auch Obst wird angeboten. Foto: Röhe

(mr/ha). â€žWer morgens hungrig in die Schule kommt, kann nicht richtig lernen“, sagt Uschi Glas. Die Schauspielerin grĂĽndete zusammen mit ihrem Mann Dieter Hermann den Verein „brotZeit fĂĽr Kinder“. â€žAnlass fĂĽr unser brotZeit-Projekt war die Erkenntnis, dass bis zu 25 Prozent der GrundschĂĽlerinnen und –schĂĽler ohne ein ausreichendes FrĂĽhstĂĽck in die Schule kommen. Seit 2008 versuchen wir zu helfen“, sagt die 75-jährige MĂĽnchnerin und ergänzt:. „Wir freuen uns, dass wir gemeinsam mit der Hamburger Schulbehörde ĂĽber 30 Schulen mit unserem Projekt erreichen.“

In Hamburg ist „brotZeit fĂĽr Kinder“ an derzeit 32 Grundschulen aktiv – Tendenz steigend. Im neuen Schuljahr wurden erstmals deutlich mehr als 25.000 FrĂĽhstĂĽcke zubereitet: Im Monat September waren es 27.632. 

Bildungssenator Ties Rabe: „brotZeit sorgt nicht nur für ein gesundes Frühstück, sondern zugleich auch für eine fast schon familiäre Frühstückszeit an der Schule. Mein Dank geht deshalb nicht nur an Uschi Glas und Dieter Hermann für ihre gute und vorbildliche Idee, sondern auch an die vielen Seniorinnen und Senioren, die die Schülerinnen und Schüler an den Schulen jeden Morgen willkommen heißen. Ich freue mich aber auch, dass Hamburgs Schulleitungen brotZeit gern angenommen haben. Das Frühstück verbindet gesunde Ernährung mit einem zusätzlichen Bildungsangebot der Schule.“

„Es ist mir persönlich eine große Freude, dass die Freie und Hansestadt Hamburg – übrigens als seinerzeit erstes Bundesland – unser Projekt brotZeit seit mittlerweile fünf Jahren mit öffentlichen Fördermitteln unterstützt“, freut sich Uschi Glas.

Die Freie und Hansestadt Hamburg ĂĽbernimmt die Finanzierung des FrĂĽhstĂĽcksangebotes fĂĽr 15 der 32 Schulen und stellt dafĂĽr jährlich 208.500 Euro zur VerfĂĽgung. Das besondere Angebot von „brotZeit“ ist Teil des umfassenden Programms „23 plus – starke Schulen“ des Senats zur Förderung von 23 Schulen in sozial benachteiligten Stadtteilen. Mit diesem Programm werden die Schulen bei der Entwicklung von speziellen Unterrichtsangeboten und Konzepten durch zusätzliches Personal sowie durch Beratungsangebote von Schulexpertinnen und -experten unterstĂĽtzt. DarĂĽber hinaus werden die Schulen aber auch durch zusätzliche Angebote von Stiftungen sowie durch eine Verbesserung der Eltern- und SchĂĽlerarbeit gestärkt. 

Der Verein „brotZeit für Kinder“ finanziert die weiteren Schulen und unterstützt alle teilnehmenden Schulen bei der Logistik und Organisation. Alle Schulen führen „brotZeit“ eigenverantwortlich und auf den jeweiligen Bedarf abgestimmt durch. Die Teilnahme ist freiwillig.

An diesen Hamburger Schulen wird das brotZeit-FrĂĽhstĂĽck angeboten:

  • Schule Jenfelder StraĂźe
  • Grundschule ArchenholzstraĂźe
  • Stadtteilschule Alter Teichweg
  • Schule Am Schleemer Park
  • Grundschule GroĂźlohering
  • Grundschule Ohrnsweg
  • Schule Langbargheide
  • Grundschule StĂĽbenhofer Weg
  • Grundschule Rahewinkel
  • Grundschule VizelinstraĂźe
  • Schule MaretstraĂźe
  • Schule Appelhoff
  • Schule SterntalerstraĂźe
  • Grundschule Potsdamer StraĂźe
  • Schule Beim Pachthof
  • Grundschule Kirchdorf
  • Ganztagsgrundschule am Johannisland
  • Ganztagsschule an der Elbe
  • Schule Fuchsbergredder
  • Schule An der Glinder Au
  • Schule Rotenhäuser Damm
  • Fridtjof-Nansen-Schule
  • Schule BonhoefferstraĂźe
  • Max-Traeger-Schule
  • Clara-Grunwald-Schule
  • Grundschule an der Haake
  • Georg-Kerschensteiner-Grundschule
  • Ganztagsgrundschule Kroonhorst
  • BrĂĽder-Grimm-Schule
  • Grundschule LohkampstraĂźe
  • Grundschule Bramfeld

Zusätzlich führen die Schule An der Burgweide und die Elbinselschule eigene Frühstücksprojekte durch, wie die Schulbehörde mitteilt.

„brotZeit“ wird vor Unterrichtsbeginn in einem Gemeinschaftsraum angeboten. Das Frühstück ist für alle Schüler zugänglich, Selektionen nach Bedürftigkeit oder sonstige Auswahlverfahren gibt es nicht. Die Teilnahme ist freiwillig. Alle Waren werden auf einem Büfett bereitgehalten. Die Kinder treffen die Auswahl selbst. Waren, die aus religiösen Gründen nicht akzeptabel sind, werden gekennzeichnet. Zwei Mal jährlich werden die vorgegebenen Qualitätsstandards überprüft. Alle Frühstückshelfer verfügen über die vorgeschriebenen Nachweise und erhalten regelmäßig eine Belehrung zur Lebensmittelhygiene.

Im elften Jahr seines Bestehens ist der Verein „brotZeit fĂĽr Kinder e. V.“ in zehn Regionen tätig. Neben Hamburg sind dies Berlin, Dresden, Leipzig, der Regierungsbezirk Braunschweig, Rhein/Ruhr, Frankfurt am Main, Heilbronn, MĂĽnchen und Mittelfranken. Deutschlandweit gibt es inzwischen 288 brotZeit-Schulen, in denen jährlich knapp 1,6 Millionen FrĂĽhstĂĽcke ausgegeben werden.

AusfĂĽhrliche Informationen zu dem Verein „brotZeit fĂĽr Kinder“ finden Sie hier.