Unwetter in Hamburg: Feuerwehr rückt zahlreich aus

Ein Löschfahrzeug der Feuerwehr Hamburg. Symbolfoto: FoTe-Press

(ha). Am Morgen des 10. September 2021 zog ein angekündigtes Unwetter über das Hamburger Stadtgebiet und sorgte innerhalb kürzester Zeit für zahlreiche Einsätze bei der Hamburger Feuerwehr. Es kam zu lokalen Starkregenschauer und Gewitter mit heftigen Blitzen und Donner die von Südwest nach Nordost über die Stadt zogen. Betroffen war überwiegend der Nordosten Hamburgs.

In den Stadtteilen Sasel, Poppenbüttel, Wellingsbüttel, Lemsahl-Mellingstedt, Bergstedt und Duvenstedt sowie vereinzelt auch in anderen Stadtteilen traten Bäche über die Ufer, wurden Straßen überflutet, liefen Keller von Wohngebäuden, Schulen und Tiefgaragen mit Regenwasser voll. In der Rettungsleitstelle der Feuerwehr Hamburg waren sämtliche Notrufabfrage- und Disponentenplätze besetzt, um die Vielzahl der Notrufe zeitgerecht an die Rettungs- und Einsatzkräfte weiterzuleiten. Im Zeitraum von 8.30 Uhr bis 12 Uhr wurden im sogenannten Betriebszustand Ausnahme insgesamt rund 300 wetterbedingte Einsätze disponiert und überwiegend durch die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr abgearbeitet. Diese waren mit 18 Wehren im Einsatz.

Auf einer Großbaustelle in der Hafencity an der Lucy Borchardt Straße wurden gegen 8.23 Uhr zwei Kranführer vom Gewitter überrascht und konnten ihre Kanzel nicht mehr rechtzeitig verlassen, als die ersten Blitze einschlugen. Die Rettungsleitstelle alarmierte einen Löschzug, einen Führungsdienst, zwei Rettungswagen, ein Notarzteinsatzfahrzeug, den diensthabenden Pressesprecher und die Spezialeinsatzgruppe Höhenrettungen der Feuerwehr Hamburg zum Einsatzort. Ein Kranfahrer konnte eigenständig seine Kanzel verlassen und wurde nach rettungsdienstlicher Versorgung vorsorglich mit einem Rettungswagen in ein nahegelegenes Krankenhaus befördert. Der zweite musste von den Höhenrettern der Feuerwehr in der Kanzel, in 85 Meter Höhe, rettungsdienstlich erstversorgt werden. Aufgrund einer Zustandsverschlechterung wurde der Patient im weiteren Verlauf mit einer Schleifkorbtrage aus zirka 40 Meter Höhe abgeseilt und anschließend mit dem RTW notarztbegleitet ins Krankenhaus befördert. Anschließend wurde die Einsatzstelle der Polizei übergeben.

Um 8.28 Uhr meldeten Handwerker auf einer Baustelle in der Dammtorstraße, Hamburg-Neustadt, über den Notruf 112, dass zwei Kollegen auf einem Dach in etwa 10 Meter Höhe vermutlich von einem Blitzeinschlag in einen nahestehenden Baukran verletzt wurden. Daraufhin wurden von der Rettungsleitstelle der Feuerwehr eine Löschgruppe der Berufsfeuerwehr, ein Notarztwagen und zwei Rettungswagen zur Einsatzstelle alarmiert. Vor Ort stellte der Einsatzleiter fest, dass vier Handwerker ansprechbar und augenscheinlich unverletzt auf dem Dach standen. Sie wurden vom anwesenden Notarzt gesichtet, rettungsdienstlich versorgt und verblieben anschließend an der Einsatzstelle. Diese wurde der Polizei für weitere Ermittlungen übergeben.

Aktuell laufen vereinzelt noch wetterbedingte Einsätze, die sukzessive abgearbeitet werden. Der Führungs- und Lagedienst der Rettungsleitstelle der Feuerwehr Hamburg steht in engem Kontakt mit den Mitarbeitern des Deutschen Wetterdienst und beobachtet die weitere Lageentwicklung.


Immobilienpreise in Hamburg

Hamburg ist Deutschlands zweitgrößte Stadt. Knapp zwei Millionen Einwohner leben hier. Wie sind die Immobilienpreise in Hamburg? Foto: FoTe Press

(ha). Immobilien sind in Hamburg begehrt, denn eine hohe und stetig steigende Nachfrage trifft auf ein geringes Angebot. Die Leerstandsquote von nur 0,5 % spricht hier eine deutliche Sprache. Dennoch liegen die Preise für Immobilien in Hamburg deutlich unter denen von München. Interessierte müssen für Bauland durchschnittlich nur etwas mehr als ein Drittel zahlen als in der bayerischen Landeshauptstadt.

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